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Jakobswege in Deutschland |
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Wer von Deutschland aus nach Santiago de Compostela wandert bzw. pilgert, muss sich natürlich auf eine anspruchsvolle Wanderung gefasst machen. So gilt es nicht nur eine lange Strecke zu überwinden, sondern auch verschiedene Klimazonen zu durchqueren und Widrigkeiten zu verkraften. Trotz aller vermeintlichen Strapazen, lohnt es sich, denn Deutschland hat perfekte Jakobswege zu bieten. Jakobswege in NorddeutschlandDer norddeutsche Raum ist geprägt von weiten Ebenen und abwechslungsreichen Küstenlandschaften. Viele Menschen verbringen ihren Sommerurlaub an den Sandstränden der Nordsee, doch nur die Wenigsten wissen, dass Norddeutschland auch ein wahres Wanderparadies ist. Spannende Wanderwege sind hier ebenso zu finden wie Jakobswege. Die Via Jutlandica ist einer der bedeutendsten Jakobswege Norddeutschlands und wird auch dementsprechend stark frequentiert. Von der dänischen Grenze ausgehend führt der jütländische Weg in einer ersten Etappe bis nach Schleswig, wo sich die Via Jutlandica teilt. Eine Variante verläuft auf rund 160 Kilometern Wegstrecke über Kiel bis nach Lübeck und verbindet sich schließlich mit der Via Scandinavica. Die alternative Route führt von Schleswig aus über Rendsburg bis nach Stade und mündet nach diesen 180 Kilometern in die Via Baltica. Das deutsche Mittelgebirge, sowie die Ostseeküste sind die wohl bedeutsamsten Landschaften in Mittel- und Ostdeutschland. Ob im Thüringer Wald, Harz oder entlang der endlosen Strände an der Ostsee, Wanderer finden hier garantiert ein ideales Terrain vor, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. Historische Altstraßen, wie die Via Regia oder die Via Imperii, werden bereits seit Jahrhunderten als Pilgerwege genutzt und gehören auch heute noch zu den wichtigsten Jakobswegen in Mittel- und Ostdeutschland. Bei diesen Routen handelt es sich natürlich um Teilstrecken, die nicht auf direktem Wege nach Santiago de Compostela führen. Jakobswege in WestdeutschlandDer Westen Deutschlands ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete innerhalb der Bundesrepublik und daher vornehmlich von Industrie und Städten geprägt. Nichtsdestotrotz zeichnet sich Westdeutschland auch durch beeindruckende Naturräume aus, die im Rahmen einer Wanderung auf Schusters Rappen bestens erkundet werden können. Der Pfälzische Jakobsweg ist Teil der deutschen Jakobswege und verläuft in zwei Varianten durch den Westen der Bundesrepublik. Die 125 Kilometer lange Nordroute führt von Speyer bis nach Hornbach und gilt als ursprünglicher Pfälzischer Jakobsweg. Ebenfalls in Speyer beginnend führt die Südroute auf 112 Kilometern auch bis nach Hornbach. Neben dem Pfälzischen Jakobsweg ist auch die Brüderstraße als wichtiger Jakobsweg in Westdeutschland zu nennen. Bereits im Mittelalter war diese Route von zentraler Bedeutung, schließlich führte sie von Marburg über Siegen nach Köln und stellte so eine bedeutsame Verbindung dar. Auf dem Saarländisch-Lothringischen Jakobsweg haben Pilger und Wanderer die Möglichkeit, Westdeutschland von einer anderen, aber nicht minder schönen, Seite kennenzulernen. Jakobswege in SüddeutschlandSüddeutschland ist als Wanderparadies bekannt und lockt jedes Jahr zahllose Naturliebhaber an, die den Alltagsstress hinter sich lassen möchten und beispielsweise in den Alpen, im Bayerischen Wald, in der Schwäbischen Alb oder im Schwarzwald bei ausgedehnten Wanderungen Erholung suchen. Einzigartige Naturräume und ein dichtes Netz an Wanderwegen lassen keine Wünsche mehr offen und machen den süddeutschen Raum zum idealen Terrain für passionierte Wanderer. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Süddeutschland auch eine große Vielfalt an Jakobswegen zu bieten hat. Der Oberschwäbische Jakobspilgerweg, der Münchener Weg, die Via Beuronensis, der Kinzigtäler Jakobsweg, der Fränkisch-Schwäbische Jakobsweg, sowie viele weitere Routen eröffnen Gläubigen und Naturliebhabern ungeahnte Möglichkeiten und führen auf mehr oder weniger direktem Wege nach Santiago de Compostela, wo der heilige Apostel Jakobus seine letzte Ruhestätte gefunden haben soll. |
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