Die 10 schönsten Wanderregionen in Baden-Württemberg
Wer in Baden-Württemberg wandert, merkt schnell: Das eine „Ländle-Panorama“ gibt es nicht. Man stolpert hier eher von einer Welt in die nächste. Mal ist es der nass-kalte Tannenwald, mal eine knochentrockene Kalkkante an der Alb. Wer die folgenden zehn Regionen ansteuert, bekommt das Land so, wie es ist – ohne den üblichen Hochglanz-Filter.
1. Der Hochschwarzwald
Hier oben am Feldberg wird die Luft dünner. Es ist die einzige Ecke im Südwesten, die sich wirklich alpin anfühlt. Statt sanfter Hügel gibt es hier Borstgraswiesen und steile Abstürze zu dunklen Eiszeitseen wie dem Feldsee. Ein raues Pflaster, das bei Wetterumschwüngen keine Fehler verzeiht.
2. Der Albtrauf
Die Nordkante der Schwäbischen Alb ist eine einzige, hunderte Kilometer lange Aussichtsplattform. Man wandert meistens direkt auf der Kante des Juraschiefer-Abbruchs. Es ist spektakulär, wenn man am Zeller Horn steht und die Burg Hohenzollern plötzlich wie eine Fata Morgana gegenüber aus dem Dunst auftaucht.
3. Das Obere Donautal
Zwischen Beuron und Sigmaringen hat die Donau ganze Arbeit geleistet. Weiße Kalkfelsen ragen senkrecht aus dem Talboden. Die Wege führen oft im Zickzack nach oben zu Felskanzeln, von denen man direkt in den tiefen Flusslauf blickt. Wer Stille sucht, ist hier richtig.
4. Der Nordschwarzwald
Hier ist der Wald noch eine Wand. Im Nationalpark darf die Natur wieder machen, was sie will. Es gibt dort Pfade wie den Karlsruher Grat, bei denen man tatsächlich die Hände braucht, um über den Porphyrfels zu kommen. Das ist nichts für Sonntagschuhe.
5. Der Kaiserstuhl
Vulkanboden mitten im Rheintal. Hier ist alles ein paar Grad wärmer. Man läuft durch Lösshohlwege, die wie Tunnel wirken, und sieht Smaragdeidechsen auf den Trockenmauern flitzen. Ein krasser Gegensatz zur dunklen Tannen-Idylle ein paar Kilometer weiter östlich.
6. Der Odenwald
Ganz im Norden dominieren Buchenwälder und roter Sandstein. Es wirkt hier oft etwas mystisch, fast märchenhaft. Aber Vorsicht: Schluchten wie die Margaretenschlucht sind verdammt steil und bei Nässe eine rutschige Angelegenheit.
7. Das Bodensee-Hinterland
Man hat das Wasser fast immer im Augenwinkel, aber die Wege fühlen sich eher nach Gebirge an. Rund um Sipplingen geht es über steile Molassefelsen nach oben. Der Blick über den Überlinger See hat an guten Tagen fast etwas vom Gardasee.
8. Das Hohenloher Land
Wer keine Lust auf Menschenmassen hat, geht an Jagst und Kocher. Die Flüsse winden sich in engen Schleifen durch das Land. Es ist eine Gegend für Entdecker, mit alten Mühlen und Pfaden, die oft nur schmale Trampelpfade im hohen Gras sind.
9. Das Markgräflerland
Südlich von Freiburg wird es sanft. Weinberge, Streuobstwiesen und der Blick auf die Vogesen bestimmen das Bild. Es ist die Ecke für Genusswanderer, bei denen am Ende der Tour meistens ein guter Viertele Wein steht.
10. Stromberg-Heuchelberg
Mitten im Weinland gelegen, bieten diese Hügelketten eine Mischung aus dichtem Laubwald und offenen Rebhängen. Die Wege sind meistens moderat, aber die Aussichten ins Unterland sind bei Sonnenuntergang unschlagbar.
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