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Der europäische Fernwanderweg E3

     
           
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Der Fernwanderweg E3 ist eine der längsten Wanderwege der Welt und soll in naher Zukunft auf ca.7500Km das schwarze Meer mit der Atlantikküste bei Santiago de Compostela verbinden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist der E3 von Ungarn bis zum Jakobsweg ausreichend gut markiert. Oft wird der E3 der zur Zeit durch 11 Länder führt auch mit dem Jakobsweg verwechselt, mit dem er allerdings auch über Teilstücke hinweg identisch ist, soweit man beim Jakobsweg überhaupt von einem einzelnen Weg sprechen kann.

Hier soll nur oberflächlich der gesicherte Verlauf des E3 beschrieben werden, denn auf der schlecht markierten Wegführung durch Bulgarien und Rumänien können Ihnen auch durchaus noch Wölfe begegnen. Deshalb werden die ersten Abschnitte auch nur für sehr erfahrene und ausdauernde "Outdoorfreaks" empfohlen. Der gesicherte Verlauf gleicht bis nach Deutschland dem "Internationalen Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach-Budapest" der einfachheitshalber EB-Weg genannt wird.

Der E3 steigt zusammen mit dem EB-Weg auf die Höhen der Ostslowakei an, bis er bei Presov in die sanften Hügel der Niederbeskiden übergeht. Jetzt führt der Weg vorbei an Krynica nach Polen wo es über die Tartra bis nach Zakopane geht. Nach mehreren Tagesetappen durch die hohe Tartra wird Polen in Richtung Trestná verlassen. Die Tschechische Grenze wird bei Bumbálka überschritten und nun geht es durch Mähren über den Radhost zur Mährischen Pforte. Nach rund 300Km wird abermals die polnische Grenze erreicht.

Der Grenzverlauf der beiden Länder ist jetzt für den Verlauf des E3 über das Eulengebirge und das Riesengebirge bestimmend und nach weiteren 300Km wird Polen zum letzten Mal verlassen. In Tschechien geht der Weg über die Ausläufer des Iser Gebirges in die Senke von Liberéc und wieder hinauf in das nicht allzu hohe Lausitzer Gebirge. Durch die böhmische Schweiz geht es weiter nach Hrensko wo die Tschechisch-Deutsche Grenze überschritten wird. In Deutschland führt der Weg zuerst über den Schrammsteingratweg zum Kirnitschtal.

Der E3 läuft nun zurück zur Elbe und über die Festung Königstein geht es durch die sächsische Schweiz weiter in Richtung Westen. Vor dem Erreichen des Thüringer Waldes bei Eisenach trennt sich der EB-Weg vom E3, welcher weiter in Richtung Süden durch den Frankenwald nach Coburg zieht. Durch Nordhessen geht es weiter über Fulda, den Vogelberg und die Wetterau bis nach Butzbach wo der Taunus beginnt. Die Wegführung des E3 führt nun weiter über den großen Feldberg bis ins Mittelrheintal. Vorbei an der Rheinpfalz und über den Hunsrück geht es weiter westlich durch den Schwarzwald in das Saarland.

Über die Höhen zwischen Saar und Mosel geht es Richtung der luxemburgischen Grenze, die bei Perl überschritten wird. Auf dem Weg nach Belgien werden die westlichen Ardennen durchquert und in Belgien angelangt geht es weiter über die Höhenzüge der Ardennen. Entlang der Semois geht es nach Bouillon und die französische Grenze wird überschritten. In Frankreich geht es durch die Picardie vorbei an Paris in Richtung der südlichen Champagne und schließlich nach Vezelay. Nun wird zum Teil auf alten Jakobspilgerwegen Zentralfrankreich bis in die Pyrenäen durchwandert. In Spanien führt der Weg aus den Pyrenäen hinab in das Tal der Rioja und läuft über mehrere historische Pässe bis zu seinem vorläufigen Ende in Santiago de Compostela.

 

 
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