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Wanderausrüstung für Bergwandertouren

Schneebrille und Lippenschutz

Auf Gletschern und Schneefeldern ist das Tragen einer Gletscher- oder Schneebrille sinnvoll. Hier ist durch die Reflektion der Sonne am Schnee die Belastung für die Augen deutlich höher. Eine Schneebrille bietet auch einen guten Schutz vor seitlich einfallender Sonne. Darüber hinaus gehört eine spezielle Lippencreme gegen Sonne und Austrocknen bei Bergtouren ins Gepäck.

Navigation und Orientierung

Wanderkarten

Je nach Art der Wanderung wird eine Wanderkarte benötigt. Bei Wanderungen in gut erschlossenen Mittelgebirgen oder auf Talwegen kann man auch – auf eigene Verantwortung – auf eine Wanderkarte verzichten, denn meist finden sich ausreichen Wegweiser entlang des Weges und Karten an Orientierungspunkten. Auch im Bereich von Bergbahnen kann man meist gut mit den dort zur Verfügung gestellten Prospekten zurechtkommen, die einen Überblick über das Wandergebiet verschaffen. Die Panoramakarten der Bergbahnen bieten zwar keine topographische Genauigkeit, eignen sich aber gut zur Verschaffung eines Überblicks. Ansonsten ist im Gebirge eine gute Wanderkarte unbedingt zu empfehlen. Gerade bei schlechtem Wetter sollte man zudem die Orientierung mit Karte und Kompass vorher üben. Herausgegeben werden Wanderkarten in unterschiedlicher Qualität und Aktualität vom Alpenverein, den Vermessungsverwaltungen und diversen Verlagen.

Auch die beste Landkarte kann nach kurzer Zeit nicht mehr aktuell sein. Wird zum Beispiel ein Stausee gebaut, ändert sich die Topographie in einem größeren Gebiet, Wanderwege gehen verloren und neue müssen eingerichtet werden. Daher sollte man stets eine aktuelle Karte kaufen und sich gegebenenfalls vor Ort erkundigen.

Bei Touren auf markierten Wegen reichen Karten im Maßstab 1:50 000 meist aus. Hier entspricht ein cm auf der Karte zwei km in der Natur. Bei Touren im Hochgebirge, auf Gletschern oder in weglosem Gelände sind Karten im Maßstab 1:25 000 unbedingt angebracht. Hier entspricht ein cm auf der Karte vier km in der Natur. Höhenlinien in einem dichteren Abstand geben genauere Informationen über die Topographie. Im Maßstab 1:25 000 finden sich auch nicht markierte Wege und Pfadspuren sowie weitere interessante Details. Eine gekonnte Schattierung erleichtert die Vorstellung des Geländes. Am besten sind Karten mit Informationen über die Markierung des Weges. Einige Ausgaben der ansonsten hervorragenden Landeskarte der Schweiz bieten zum Beispiel keine Information darüber, ob der Weg gut, schlecht oder gar nicht markiert ist.

Kompass

Wenn man sich erst mal verlaufen hat und die eigene Position nicht kennt, hilft einem ein Kompass weiter. Beherrscht man den richtigen Umgang mit diesem Instrument, kann man sich auch bei Nebel im Gelände orientieren. Ungeübten sei ein GPS-Gerät empfohlen, mit dem die Positionsbestimmung meist einfacher ist. Wer sich jedoch mit dem Kompass gut auskennt, hat im unbekannten Hochgebirge entscheidende Vorteile. Es gibt verschiedene Arten von Kompassen. Je nach Anwendung reicht ein einfacher Kompass, um die Nordrichtung zu bestimmen, oder es wird ein Peilkompass benötigt. Mit einem Peilkompass oder einer Bussole ist man auf Hochgebirgstouren sicher und gut unterwegs.

Höhenmesser

Bei der Positionsbestimmung kann außerdem ein Höhenmesser sehr hilfreich sein. Wenn man weiß, auf welchem Wanderweg man ist und die Höhe kennt, kann man oft schon die Position bestimmen. Auch erfährt man, wie viele Höhenmeter noch bis zur nächsten Scharte oder zum Ziel des Tages überwunden werden müssen.

Ein barometrischer Höhenmesser nutzt die Tatsache aus, dass mit steigender Höhe der Luftdruck abnimmt. Dazu muss er aber an einem Punkt mit bekannter Höhe kalibriert werden. Da sich der Luftdruck auch mit dem Wetter ändert, verfälscht sich sonst die Höhe. Man sollte also seinen Höhenmesser mehrmals täglich prüfen. Wenn man an einem Punkt mit bekannter Höhe bleibt, kann man den Höhenmesser auch zur Wettervorhersage nutzen.

Steigt die Höhe, so ist der Luftdruck gesunken und es muss mit schlechterem Wetter gerechnet werden. Neben dem barometrischen Höhenmesser gibt es auch Höhenmesser, die ausschließlich mit GPS arbeiten. Sie bestimmen die Höhe weniger genau, müssen dafür aber nicht kalibriert werden. Elektronische Höhenmesser bieten zudem die Möglichkeit, die bewältigten Höhenmeter anzeigen und in Kombination mit einem GPS-Gerät auch ein Höhenprofil zu erstellen.

GPS-Gerät

Ein GPS-Gerät mit integriertem Kartenmaterial ist in den meisten Fällen einem Kompass überlegen. Die Position lässt sich ausreichend genau bestimmen und auf der Karte anzeigen. Die Position lässt sich meist auch im Wald oder in Schluchten bestimmen. Bei sehr engen Schluchten kann die Bestimmung der Position mitunter scheitern. Wenn man nämlich keinen Himmel mehr sehen kann, sieht das GPS-Gerät auch keine Satelliten. In einer solchen Situation lohnt sich also der geübte Umgang mit Karte und Kompass.

Unbedingt beachten sollte man beim GPS-Gerät die begrenzte Akkulaufzeit. Ersatzakkus gehören also unbedingt ins Gepäck. Hat man zu Hause nicht genug Kartenmaterial auf das GPS übertragen, lässt sich dies unterwegs deutlich schwerer beschaffen als eine Papierkarte. Auch bei der großräumigen Orientierung ist eine Papierkarte klar im Vorteil gegenüber den GPS-Geräten mit ihren kleinen Displays.

Reiseführer

Ein Reise- oder Wanderführer für die entsprechende Region oder den gewählten Fernwanderweg ist überaus nützlich. Neben Tourenvorschlägen bietet er meist auch Informationen über Kultur und Geographie der Region. Auch Informationen über die beste Reisezeit, empfehlenswerte Unterkünfte und Gaststätten sind in einem guten Wanderführer enthalten.  Im Ausland ist es zudem sinnvoll, ein kleines Wörterbuch oder einen Sprachführer dabei zu haben.

Wettervorhersage

Sie ist zwar kein Ausrüstungsgegenstand im engeren Sinne, sollte aber für Wanderungen zu Rate gezogen werden. Neben einer längerfristigen Vorhersage für die nächste Woche sollte man auch abends noch mal eine genaue Vorhersage für den nächsten Tag einsehen.

Wettervorhersagen gibt es in den lokalen Tageszeitungen, bei den Alpenvereinen oder zum deutschen Festnetztarif unter 089 295 070. Bei Touren im Gebirge kann es zudem sinnvoll sein, den Gastgeber oder Hüttenwirt zu fragen, der aber meist eine eher vorsichtige Prognose abgeben wird.

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