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Auf der Via Averna pilgern

Wer beim Pilgerwandern auf dem Jakobsweg das absolut ursprüngliche Erlebnis sucht, wird auf der der Via Averna garantiert fündig. Durch karges, steinreiches, von vulkanischen Aktivitäten geprägtes Gelände geht es auf gut 500 km Gesamtstrecke durch die französische Auvergne – von Clermont-Ferrand nach Cahors. Bei dieser Wanderreise begegnet man in der Regel nur wenigen Mitstreitern: Die Via Averna gilt noch immer als absoluter Geheimtipp als Jakobsweg für all jene, die Einsamkeit beim Wandern suchen. Allerdings sollte man auch mit etwas weniger Komfort rechnen, wenn man auf der Via Averna unterwegs ist. Denn große Städte gibt es am Wegesrand ebenso spärlich wie auf Pilger ausgerichtet Rast- und Gaststätten. Dafür erlebt man das Pilgern auf dem Jakobsweg in seiner wohl traditionellsten Form – und kann auf zahlreiche kulturhistorische Highlights in Form uralter romanischer Kirchen, Schlösser und Burgen zählen. Denn diese wiederum gibt es an der Via Averna reichlich. Um die gesamte Strecke zu bewältigen, sollte man rund 24 Tagesetappen einplanen – und zwischendrin hier und da einen Ruhetag einlegen, damit sich die müden Beine von den vielen Höhenkilometern erholen können, die auf diesem Weitwanderweg warten.
 

Das Profil der Via Averna als Wanderroute

Ursprünglichkeit, Abgeschiedenheit und in der warmen Jahreszeit oft sehr heiße Temperaturen: Damit wartet die Via Averna für Wanderer auf. Beim Durchwandern der kargen, steinigen Auvergne-Landschaft gibt es zahlreiche steile Auf- und Abstiege zu meistern. Denn man passiert beim Wandern auf diesem Jakobsweg nicht nur eine Vielzahl an malerischen Dörfern mit ihren sehenswerten alten Burgen und Kirchen aus romanischen Zeiten – sondern es geht auf der Via Averna auch in mehr als 1.600 m Höhe durch das mächtige Zentralmassiv. Insgesamt eignet sich die Via Averna vor allem für erfahrene Wanderer mit guter Ausrüstung. Idealerweise sollte man auch einige Worte Französisch sprechen, denn in den abgelegenen Dörfern der Auvergne in Zentralfrankreich spricht kaum jemand Englisch oder gar Deutsch.
 

Streckenverlauf der Via Averna

Das Pilgern auf der Via Averna wartet mit Tagesetappen zwischen 20 und 33 km Länge auf. Im Schnitt sind täglich rund 400 bis 700 Höhenmeter jeweils im Auf- und Abstieg zu bewältigen. Man wandert vorrangig auf Schotterpisten und steinigen Pfaden, wodurch es auf diesem Jakobsweg nicht ganz so flott voran geht wie auf anderen Pilgerwegen. Landschaftliche Reize sind vor allem das vulkanisch geprägte Terrain, malerische Hochplateaus, die grandiose Blicke über die Auvergne ermöglichen, lauschige Täler mit verträumten Bächen und Flüssen sowie ab und an mal ein kühlender Wald, der willkommenen Schatten spendet. Immer wieder wird die Wanderroute unterbrochen von Highlights in Form von Ruinen uralter Zwingburgen, versteckter Kapellen, Wallfahrtskirchen oder mittelalterlicher Dörfer.

Start der Wanderung auf der Via Averna ist in Clermont-Ferrand, der Hauptstadt der Auvergne und gleichzeitig der größten Ortschaft, die man auf der gesamten Reise zu Gesicht bekommen wird. Gewissermaßen als „Königsetappe“ der Via Averna gilt die Tageswanderung von Murat nach Saint-Jaques-des-Blats ca. auf der Hälfte der Strecke. Denn bei dieser Wanderung geht es steil hinauf auf mehrere Gipfel wie den Puy Griou und den Téton de Venus. Der Ausblick ist grandios – die Anstrengung jedoch nicht zu unterschätzen.

Ein absoluter Höhepunkt im letzten Streckenabschnitt beim Wandern auf der Via Averna ist der Wallfahrtsort Rocamadour. Ähnlich wie ein Schwalbennest klammert sich dieser bei Pilgern beliebte mittelalterlich geprägte Ort seit Jahrhunderten an der Steilwand über dem Alzou-Tal fest. Dass sich rund eine Million Besucher jährlich in dem kleinen 600-Einwohner-Dorf einfinden, sagt so einiges über die Popularität von Rocamadour aus. Hoch über dem Ort thront die Heilige Stadt, das Ziel der vielen Besucher. Hier gibt es nach steilem Aufstieg die Basilika Saint-Sauveur sowie die Marienkapelle Notre Dame de Rocamadour mit der Krypta des Heiligen Amadour und der berühmten schwarzen Madonnenfigur zu bestaunen. Noch weiter oben kann man sich die Burg von Rocamadour anschauen – und unterwegs versuchen, das berühmte Durandal-Schwert aus dem Felsen zu ziehen.

 

Wandern auf der Via Averna: Tipps für Übernachtung und Gepäck

In Sachen Organisation ist eine Wanderreise auf der Via Averna durchaus eine Herausforderung. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Fernwanderwegen im Allgemeinen und Jakobswegen im Speziellen gibt es hier nur wenig Auswahl an Herbergen bzw. Unterkünften. Auch die eigene Versorgung kann ab und zu zur Herausforderung werden. Denn viele der kleinen Örtchen an der Via Averna haben nicht einmal einen Tante Emma-Laden zu bieten. Deshalb gilt: Tagesetappen beim Wandern auf der Via Averna gut im Voraus planen – und an den Etappenzielen schon vorab Unterkünfte buchen.

Ins Reisegepäck beim Wandern auf der Via Averna gehört Wanderausrüstung, die auch für alpines Gelände geeignet ist. Wegen der zahlreichen Auf- und Abstiege sollte man nicht auf Wanderstöcke verzichten – und ebenso wenig auf Sonnencreme und eine Kopfbedeckung. Unbedingt berücksichtigen bei der Wahl des Tagesrucksacks: Man sollte sich auf dieser Wanderreise auf komplette Selbstversorgung einstellen. Das bedeutet, pro Etappe mindestens zwei Liter Wasser und ausreichend Verpflegung einpacken. Wer über den Tagesbedarf hinaus das restliche Reisegepäck nur ungern durch die komplette Auvergne schleppen möchte, der sollte sich einen Gepäcktransport von Etappenziel zu Etappenziel organisieren.

 

Organisierte Wanderreise auf der Via Averna

Den immensen organisatorischen Aufwand bei einer Wanderreise auf der Via Averna kann man sich ersparen, wenn man ihn in die Hände spezialisierter Wanderreise-Anbieter legt. Wir übernehmen die Planung und Organisation der Unterkünfte, der Tagesetappen und des Gepäcktransports. Dank dieses Services kann man sich beim Pilgern auf der Via Averna voll und ganz auf das einzigartige Reiseerlebnis konzentrieren.

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