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Pilgern : Jakobsweg Elisabethpfad

Der erste führt von der Deutschordenskirche in Frankfurt am Main auf 145 Kilometern über Oberursel, Wetzlar, Kloster Altenberg und Biebertal bis zur Elisabethkirche in Marburg. An der Wartburg in Eisenach hingegen beginnt der zweite Abschnitt, der auf ca. 180 Kilometern einer alten Handelsstraße folgt, über Creuzburg, Waldkappel, Homberg (Efze), Stadtallendorf und Amöneburg führt und ebenfalls in Marburg, dem Geburtsort der heiligen Elisabeth, endet. Von dort aus können beide Wege bis Köln auf dem dritten, ca. 165 Kilometer langen Elisabethpfad fortgesetzt werden, den man in diesem Fall in umgekehrter Richtung beschreitet. Eigentlich beginnt der Weg in Köln mit dem Wallfahrtsziel Marburg, man kann ihn aber, betrachtet man den Weg als eigentliches Ziel, auch problemlos in Gegenrichtung wandern.

Geschichte

Eingeweiht wurden der zweite und dritte Elisabethpfad zwischen Eisenach und Köln erst im Jahre 2007 anlässlich der Feier zum 800. Geburtstag ihrer Namensgeberin, der heiligen Elisabeth von Thüringen. Zuvor war allerdings bereits 1995 ein ebenfalls als Elisabethpfad bezeichneter Wanderweg zwischen Marburg und dem Kloster Altenberg eingerichtet worden. Dieser erste Elisabethpfad wurde im Jahre 2000 um das Stück zwischen Frankfurt und Altenberg verlängert.

Die Namensgeberin der Wege, die heilige Elisabeth von Thüringen, wurde 1207 in Ungarn geboren, kam bereits als Kind an den Hof ihres zukünftigen Mannes nach Thüringen und verstarb bereits im Alter von 24 Jahren, 1231 in Marburg. Verehrt wird die Heilige insbesondere aufgrund ihres karikativen Einsatzes, ihrer aufopferungsvollen Liebe gegenüber Armen und Kranken. Hatte Elisabeth sich während ihrer Zeit am Hof bereits wohltätig gegenüber den Bedürftigen der Gesellschaft gezeigt und auch selbst stets dem Armutsideal Christi nachgeeifert, widmete sie ihr Leben nach dem Tod ihres Mannes durch die Arbeit in dem von ihr selbst gegründeten Spital in Marburg ganz dieser Aufgabe. Die heilige Elisabeth gilt daher als Patronin der Krankenschwestern.

Besonders sehenswert

Im Mittelpunkt aller drei Wege steht naturgemäß Marburg, Begräbnisstätte der heiligen Elisabeth. Hier findet sich die Elisabethkirche, deren Bau im Jahr der Heiligsprechung, 1235 begonnen wurde. Sehenswert sind darüber hinaus unter anderem auch das Marburger Schloss und die herrlichen Grünanlagen der Stadt. Einen Besuch lohnt ebenso das Kloster Altenberge, in dem die heilige Elisabeth einstmals ihre jüngste Tochter untergebracht hatte.
Mit Eisenach, Frankfurt und Köln sind zudem auch die Ausgangspunkte aller drei Elisabethpfade überaus sehenswert, wobei für den Pilger sicherlich die Wartburg in Eisenach, die Deutschordenskirche in Frankfurt sowie der Dom in Köln im Mittelpunkt des Interesses stehen. Um darüber hinaus auch die zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten in diesen Städten sowie an den Orten am Weg gebührend würdigen zu können, sollten für Besichtigungen im Idealfall zwei bis drei volle Tage eingeplant werden.

Praktische Tipps

Alle drei Elisabethpfade sind durchgehend beschildert, die Markierung ist allerdings nicht ganz einheitlich: Während der erste Weg von Frankfurt nach Kloster Altenberg mit dem roten Schild des Elisabethpfadvereins markiert ist, orientiert man sich, möchte man von hier aus weiter nach Marburg pilgern, an einem E auf schwarzem Grund, dem Wegzeichen des OHGV. Von Eisenach bis Köln kann man hingegen mit der einheitlichen, roten Beschilderung des Elisabethpfadvereins rechnen, die zusätzlich durch das Symbol der Jakobswege, eine gelbe Muschel auf blauem Grund, ergänzt wird. Innerorts helfen dem Pilger zudem gelbe Pfeile bei der Orientierung.

Wichtige Informationen zur Durchführung der Wallfahrt, wie eine detaillierte Beschreibung der Etappen und ein Verzeichnis der Unterkünfte finden Sie unter www.elisabethpfad.de sowie in den ebenfalls auf dieser Seite bestellbaren Pilgerführern.

Grundsätzlich bedarf das Pilgern auf den Elisabethpfaden keiner besonderen Vorbereitung. Sollten Sie bisher allerdings wenig Erfahrung im (Weit-)Wandern haben, empfehlen sich einige Probewanderungen in der Heimat, um den Körper an die Belastung zu gewöhnen und gegebenenfalls die neu erworbenen Wanderschuhe einzulaufen. Nehmen Sie hierzu auch den voll bepackten Rucksack mit, um dessen Gewicht richtig einschätzen zu können. Sollten Sie dieses als zu beschwerlich empfinden, bietet sich auch die Möglichkeit des Wanderns ohne Gepäck, wofür Sie sich jedoch rechtzeitig einen Rucksacktransport von Herberge zu Herberge organisieren müssen; bei einigen Anbietern von Gruppenreisen ist dieser auch im Service inbegriffen.

Reisezeit

Bei entsprechender Ausrüstung sind die Elisabethpfade grundsätzlich das ganze Jahr über begehbar. Wer Schnee und Eis wie die Hitze des Hochsommers jedoch lieber meiden möchte, dem sei eine Wallfahrt von April bis Mai oder September bis Oktober empfohlen.

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