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Jakobsweg: Via Imperii pilgern

Route

Die Via Imperii beginnt in Leipzig, wo sie auch den Ökumenischen Pilgerweg Via Regia kreuzt, und führt über Borna, Altenburg, Zwickau, Reichenbach und Plauen auf 193 Kilometern bis nach Hof. Zudem ist es möglich, dem Weg der alten, namensgebenden Reichsstraße folgend, die Reise im Norden bis ins polnische Stettin zu verlängern.

Geschichte

Bei der Via Imperii handelte es sich einstmals um eine Reichs- und Fernhandelsstraße, die von Bernau über Berlin, Zwickau, Hof, Nürnberg und Innsbruck bis in die Seehandelsstadt Venedig führte. Der heute nach der Via Imperii benannte Jakobsweg verläuft bis dato folglich nur auf einem kleinen, nördlichen Teilstück der ehemaligen Reichsstraße. Weniger im Hinblick auf das weiter westlich liegende Santiago, aber vor allem hinsichtlich der Wallfahrt nach Rom, wäre ein weiterer Ausbau als Pilgerweg allerdings lohnenswert.

Besonders sehenswert

Die schönsten Orte am Weg sind letztlich die, mit denen man als Pilger eine besondere Erinnerung verbindet, wo man ausgeruht und die erfrischende Wirkung der Natur genossen hat, wo man netten Menschen begegnet ist oder eine ganz besondere Kleinigkeit am Wegesrand entdeckt hat. Daneben stehen die großen, kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, die man sich als Pilger ebenfalls nicht entgehen lassen sollte. Allen voran sind dies auf der Via Imperii der Ausgangsort, die alte Universitätsstadt Leipzig sowie Zwickau mit seiner sehenswerten Altstadt, die insbesondere von der spätgotischen Marienkirche geprägt wird.

Praktische Tipps

Für den Abschnitt zwischen Stettin und Leipzig scheint derzeit leider noch keine Markierung zu bestehen, hingegen sind bereits 160 der 193 Kilometer zwischen Leipzig und Hof mit der Jakobsmuschel beschildert und auch die noch fehlenden Markierungen sollen in absehbarer Zeit folgen. Über die diesbezüglichen Fortschritte können Sie sich unter www.jakobsweg-viaimperii.de informieren. Auf dieser Seite besteht außerdem die Möglichkeit, für ein geringes Entgelt einen Pilgerausweis mit beigefügtem Unterkunftsverzeichnis zu bestellen. Insbesondere, falls Sie sich für das Wandern ohne Gepäck entscheiden und daher einen Rucksacktransport benötigen ist es ratsam, die Übernachtungen schon frühzeitig zu organisieren.

Zur Unterbringung stehen auf der Via Imperii grundsätzlich die üblichen kommerziellen Pensionen und Hotels an den am Weg gelegenen Orten zur Verfügung, zusätzlich ermöglichen aber auch die Pfarrer der Weggemeinden eine einfache Übernachtung im Pfarr- oder Gemeindehaus. Dies bietet eine schöne Möglichkeit, etwas von der ursprünglichen, auf Bescheidenheit und Demut ausgerichteten Pilgermentalität zu erfahren und zudem in den Genuss echter, herzlicher Gastfreundschaft zu kommen.

Reisezeit

Wer sich dem Wetter entsprechend mit passender Kleidung ausrüstet, kann auf der Via Imperii grundsätzlich das ganze Jahr über pilgern. Beachten Sie jedoch, dass sich dieses Erlebnis insbesondere im Spätherbst und Winter, bei Regen, Eis und Schnee unter Umständen recht ungemütlich gestalten kann. Falls Sie Kälte wie Sommerhitze meiden möchten und dagegen das Wandern bei gemäßigten Temperaturen bevorzugen, sollten Sie Ihre Pilgereise wenn möglich für April/Mai bzw. September/Oktober planen.

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