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Pilgern auf der Ruta de la Lana

Ruta de la Lana

Route

Die Ruta de la Lana, zu Deutsch Wollstraße, beginnt in Alicante und führt auf überwiegend flachem Terrain 380 Kilometer nordwestlich über Almansa, Cuenca und Santo Domingo de Silos bis nach Burgos, wo sie in den Camino Frances mündet, dessen Ziel wiederum das Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela ist. In Almansa kreuzt sich der Weg mit dem Camino de Levante.

Geprägt wird das Wandererlebnis vorwiegend von der wohltuenden Eintönigkeit kleiner Dörfer sowie Ebenen mit Feldern von Weizen und Sonnenblumen; eine willkommene Abwechslung bietet der Gang durch den spektakulären Cañón de Caracena.

Geschichte des Ruta de la Lana

Der Weg folgt, wie sein Name bereits andeutet, im Wesentlichen einer alten Handelsroute für Wollhändler. Als sich die Asociación Amigos del Camino de Santiago de Alicante und die Amigos del Camino de Santiago de Cuenca allerdings in den neunziger Jahren entschlossen haben, diese Strecke offiziell als Jakobsweg zu etablieren, griffen sie vor allen Dingen auf eine andere Quelle zurück: Den Bericht über die Pilgerschaft des Francisco Patiño, der diese Route zusammen mit seiner Frau und seinem Cousin im Jahre 1624 auf seinem Weg nach Santiago de Compostela gegangen war. Die Familie hatte sich aus Dankbarkeit für die Errettung vor einem Brand zu dieser Wallfahrt entschlossen.

Infrastruktur

Da es sich bei der Ruta de la Lana um eine relativ wenig begangene Nebenstrecke des Jakobsweges handelt, gibt es nicht überall spezielle Pilgerherbergen. Es besteht allerdings die Möglichkeit, auf kommerzielle Pensionen oder hin und wieder auch auf Notunterkünfte für Pilger, wie Turnhallen o.ä. auszuweichen. Dennoch ist es unbedingt ratsam, sich zuvor über die jeweilige Versorgungssituation informieren, um die Tagesetappen sinnvoll planen zu können und unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Ähnliches gilt für die Markierung des Weges: Zwar ist diese inzwischen vorhanden, jedoch unter Umständen nicht durchgehend und zuverlässig. Daher empfiehlt sich das Mitführen einer knappen Wegbeschreibung.

Zielgruppe

Wer sich auf die Ruta de la Lana begibt, sollte sich der Einsamkeit bewusst sein, die ihn dort erwartet. Zwar ergibt sich, insbesondere wenn man des Spanischen mächtig ist, hin und wieder sicher der ein oder andere Plausch mit den Dorfbewohnern, aber den regen Fluss von Pilgern, wie er etwa auf dem Camino Frances herrscht, wird man hier vermissen. - Oder aber, seine Abwesenheit begrüßen.

Das Terrain des Weges ist nicht anspruchsvoll, durch die großen Entfernungen zwischen den einzelnen Dörfern müssen jedoch zuweilen lange Tagesetappen zurückgelegt werden. Hinzu kommt gerade in den Sommermonaten die brütende spanische Sonne beim Wandern auf weitgehend schattenlosen Wegen.

Folglich ist die Ruta de la Lana ideal für ausdauernde Pilger, die dem Trubel der vielbegangenen Hauptrouten entgehen möchten. Zum Wandern ohne Gepäck ist der Weg nur bedingt geeignet, hierfür empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem Reiseunternehmen, das Pilgerfahrten mit Gepäcktransport organisiert.

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