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Wandern auf der Via Gebennensis

Als Fortführung des Schweizer Jakobswegs trägt die beliebte Pilgerroute in Frankreich den Namen Via Gebennensis. Wandern auf der Via Gebennensis ist Pilgern in seiner schönsten Form: Durch hübsche Dörfer und atemberaubende Landschaften führt die Wanderreise auf der insgesamt gut 350 km langen Route. Start der Via Gebennensis ist in Genf, der Weg führt auf 16 Etappen durch die Region Rhône-Alpes bis nach Le Puy-en-Velay.

Via G'ebennensis, Jakobsweg

Einfach zu verfolgen ist diese Wanderstrecke vor allem deshalb, weil sie weitgehend dem europäischen Fernwanderweg GR 65 entspricht. Deshalb kann man sich beim Wandern auf der Via Gebennensis nicht nur an der berühmten Jakobsmuschel als Zeichen für den Pilgerweg orientieren, sondern auch an der Markierung des GR 65 mit ihren rot-weißen Balken.

Das Profil der Via Gebennensis als Pilgerstrecke

Reizvolle Landschaften und zahlreiche historische Highlights am Wegesrand erwarten Wanderer auf der Via Gebennensis. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Wandern auf dieser Pilgerroute ein Spaziergang ist. Immerhin gilt es, auf der Gesamtstrecke knapp 7.000 m im Aufstieg und mehr als 7.000 m im Abstieg zu bewältigen. Da die Höhenmeter sich jedoch meist in sanften, langgezogenen An- und Abstiegen befinden, ist das Wandern auf der Via Gebennensis auch für solche Wanderfans geeignet, die nicht das höchste Fitnesslevel mitbringen. Das Schöne am Wandern auf der Via Gebennensis: Dieser Teil des Jakobswegs ist vergleichsweise wenig besucht – im Gegensatz zum nächsten Abschnitt, der sich nach Le-Puy-en-Velay anschließt. Es werden also all jene Pilger hier besonders auf ihre Kosten kommen, die sich nach Abgeschiedenheit und einsamen Wanderrouten sehnen.


Der Verlauf der Via Gebennensis

Wandern auf der Via Gebennensis bedeutet vor allem: Wandern durch das atemberaubend schöne Rhônetal. Los geht die Wanderreise jedoch am Genfer See, mit Beaumont als erstem Etappenziel, das schon nach nur 13 km erreicht ist. Generell liegen die Streckenlängen der Wanderetappen auf der Via Gebennensis im Schnitt bei 20-25 km. Besonders lange Wandertage erwarten Pilger auf der vierten Etappen, bei der es auf 35 km von Seyssel nach Jongieux geht, am fünften Tag, wenn knapp 30 km von Jongieux bis St. Genix-sur-Guiers anstehen, und auf Etappe 10, wo man 32 km Strecke von Revel-Tourdan bis Clonas zu bewältigen hat. Es empfiehlt sich also, um diese Etappen herum den ein oder anderen Ruhetag bei der Wanderreise auf der Via Gebennensis einzuplanen. Das ist umso sinnvoller, weil im ersten Drittel der Strecke, um Jongieux herum, durchaus einige steile Höhenmeter auf dem Programm stehen. Beim Verschnaufen bietet sich aber immer wieder ein herrlicher Blick auf das malerische Rhônetal.



Nach der fünften Etappe wird das Höhenprofil dieses Fernwanderweges jedoch etwas gemäßigter: sanfte Hügel, abgelegene Weiler und malerische Örtchen belohnen Wanderreisende für den anstrengenden Beginn dieser Wanderung auf dem Jakobsweg. Kleine Highlights wie hübsche Kapellen, malerische Burgruinen, geschichtsträchtige Karthäuserkloster und alte Wallfahrtskirchen finden sich eigentlich an jedem Etappenziel sowie unterwegs in vielen Orten. Hin und wieder wird man auch mit einem echten Kontrastprogramm zum historischen Pilgerweg konfrontiert – beispielsweise, wenn der Fernwanderweg hinter Revel-Tourdan die Trasse des TGV quert. Auch das leibliche Wohl kommt bei solch einer Pilgerreise auf der Via Gebennensis nicht zu kurz. Dafür sorgt die hervorragende französische Küche – speziell lokale Spezialitäten wie Wein und Käse kann man sich hier schmecken lassen. Für die Verpflegung unterwegs sollten Wanderer übrigens sicherheitshalber ihre Brotzeit im Tagesgepäck mitnehmen. Denn nicht auf allen Etappen der Via Gebennensis sind alle paar Kilometer passende Gast- und Raststätten zu finden, um sich zu versorgen.
 


Ein echter Höhepunkt ist die Ankunft im Pilgerort Le-Puy-en-Velay am Ende dieser Wanderreise auf dem Fernwanderweg Via Gebennensis. Hier wartet nach einem letzten Wandertag durch stille Feldwege und kleine Wanderpfade nicht nur eine berühmte Kathedrale auf einem Berg auf die Wanderer – sondern auch der bunte Trubel, den ein Pilger-Mekka nun mal so mit sich bringt. Von April bis September gibt es in Le-Puy-en-Velay täglich eine Pilgermesse und zahlreiche wanderhungrige Reisende sind anzutreffen, die hier ihre Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg beginnen.


Übernachtungen beim Wandern auf der Via Gebennensis

Wie überall auf dem Jakobsweg, so gibt es auch an der Via Gebennensis zahlreiche traditionelle Pilgerherbergen. Zur Hauptsaison kann die eine oder andere davon auch mal ausgebucht sein, in der Regel findet sich jedoch für jeden Ankömmling eine Schlafgelegenheit. Wer es in Sachen Unterkunft beim Wandern auf der Via Gebennensis gern etwas komfortabler hätte, der sollte jedoch statt nach Herbergen lieber nach Hotels oder Pensionen Ausschau halten. Diese gibt es auch an jedem Etappenziel auf diesem Fernwanderweg, sie sind natürlich etwas kostenintensiver als Herbergen. Dafür genießt man nach einem anstrengenden Wandertag jedoch den gemütlichen Komfort einer solchen Unterkunft – und die Tatsache, dass man sich den Schlafraum mit niemand anderem teilen muss.

Ein wichtiger Tipp: Auf jeden Fall vorbuchen sollte man die Übernachtung in Le-Puy-en-Velay. Denn dieser Pilgerort ist enorm populär – zumal er den Startpunkt der Via Podiensis markiert. Die Via Podiensis ist die Fortführung der Via Gebennensis, allerdings in der Regel deutlich stärker besucht.

Gepäckfrage bei der Wanderreise auf der Via Gebennensis

Wer es beim Pilgern wirklich komplett ursprünglich angehen lassen möchte, der trägt sämtliches Reisegepäck ständig mit sich herum – und reduziert dabei auf das Allernötigste. Möchte man jedoch auch bei einer solchen Wanderreise auf dem Jakobsweg ein Minimum an Alltagskomfort haben, wächst das Reisegepäck schnell an. Die Alternative zum großen Wanderrucksack ist deshalb, einen Koffer mit dem Reisegepäck zu packen und einen Tagesrucksack mitzunehmen. Dann gilt es, den Gepäcktransport von Etappe zu Etappe zu organisieren – und man kann leichtgewichtig mit Tagesgepäck unterwegs sein.

Organisierte Wanderreise auf der Via Gebennensis

Damit man sich beim Pilgern auf das Wandererlebnis und die innere Einkehr konzentrieren kann, empfiehlt es sich, den kompletten Organisationsaufwand auszulagern: Als spezialisierter Wanderreiseanbieter sorgen wir dafür, dass sämtliche Übernachtungen nach den jeweiligen Tagesetappen bereit stehen, dass für den Transport des Reisegepäcks gesorgt ist und dass der Wanderreisende einen Plan für seine Tagestouren bekommt. So muss man sich lediglich einen Tagerucksack für die einzelnen Wanderetappen packen – und kann die Via Gebennensis in vollen Zügen genießen.

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