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Wanderungen in den spanischen Pyrenäen

Die bergsteigerischen Highlights finden sich vor allem in den spanischen Hochpyrenäen. Um Bielsa, Plan, Benasque oder Torla erheben sich die imposantesten Gipfel des gesamten Gebirges.

Hier größte Ort in den Bergen ist Benasque, auch ein bekannter Wintersportort. Er ist Ausgangspunkt für den Pico de Aneto, dem mit seinen 3404m die Ehre als höchster Pyrenäenberg gebührt. Aber auch die Maladeta und der Posets, mit 3375m die zweithöchste Erhebung der Pyrenäen, können vom Benasquetal aus erklommen werden. Eriste und Sahun sind Ausgangspunkte für den Posets. Natürlich gibt es auch jede Menge Wanderrouten: Eine sehr schöne Gipfeltour für trittsichere Wanderer ist der 2621 Meter hohe Pico de Paderno. Von seinem Gipfel lassen sich wunderbar die letzten Gletscher der Maladetagruppe überblicken, und natürlich sämtliche Gipfel. 

Auch einige sehr schöne Seen lassen sich vom Talende aus erwandern. Wie der Ibon de Remune oder der Ibon de Toro. Über den Portillon de Benasque kann zudem ein Übergang nach Frankreich gefunden worden, inklusive eines grandiosen Überblicks auf die Maladeta-Aneto Gruppe. Oberhalb von Bielsa sind die Lagos de Munia ein absolutes Highlight. Man erreicht sie von Chisagues über das Valle de Rio Real. Vom Parkplatz Borda Brunet, auf 1680 m, können neben den Seen auch das Collado de la Munia und die Robinera, knapp über 3000m, erklommen werden.

Einer der schönsten der vielen Seen der Region ist der Ibon de Plan. Von Saravillo aus fährt man einen geschotterten Waldweg hoch (unten am Parkplatz muss an einem Automaten die Gebühr bezahlt werden). Der Ausgangspunkt liegt damit schon über 1900m, und in weniger als einer halben Stunde Gehzeit ist der See erreicht. Um den grünen See herum ragen wilde Felsberge auf, von weitläufigen Schutthalden und dichten Wäldern umgeben. Die Gegend erinnert ein wenig an die Kanadischen Rockys. Wer höher hinaus will kann hier die Pena de la Una umrunden oder die Pena Once besteigen.

Um Plan gibt es auch einige nicht allzu schwer zu ersteigende Hochgipfel. Vor allem die 3144 m hohe Bachimale ist vom Refugio Viados aus (es führt ein Fahrweg bis fast an die Hütte) auf einem markierten, aber schmalen Pfad zu erreichen. Nur die letzten 50 Hm muss man etwas die Hände zur Hilfe nehmen. Etwas anspruchsvoller ist die Forqueta, sie besteigt man ebenfalls von Refugio Viados, allerdings diesmal Richtung Refugio Angel Orus. Es gibt einen Übergang, und die Route bietet sich für eine Tour von Hütte zu Hütte an. Von der Passhöhe Lladarneta bleiben nur noch 150 Hm am Grat übrig, die leichte und anregende Kletterei erfordern.

Lang aber sehr schön ist der Anstieg zur bunt gefärbten Punta Suelsa. Ein fast 3000er, der vom Ibon de Urdiceta aus relativ leicht bestiegen werden kann. Der See selbst bietet natürlich auch schon für sich ein lohnendes Wanderziel. Fast direkt von Plan aus kann der Ibon den Sen besucht werden, weiter oben wartet auf ausdauernde Wanderer sogar noch die Barbarisa, ein toller Aussichtsberg. Eine weitere lohnende Bergregion ist die Sierra de Cadi. Auf ihren weitläufigen Bergrücken kann man oft Gämsen sowie Lämmergeier beobachten.

Bekannte Talorte sind Josa und Saldes. Die höchste Erhebung heißt Vulturo und ist auf spärlichen Bergpfaden zu erreichen. Der Aufstieg zum Kamm selbst ist allerdings sehr steil und führt teilweise durch Buschwerk. Ebenfalls steil ist die Tour zur Pedraforca, einem imposanten Felsgebilde, mit 2 aufsitzenden Zacken. Die Übersetzung Heugabel ist daher durchaus angebracht. Man kann den Berg umrunden, findet dabei sogar eine offene Hütte vor, oder man kann ihn besteigen. Trotz einiger Seile an der steilsten Stelle ist das aber kein einfaches Unterfangen. Mindest einen Zweier sollte man sicher beherrschen.

Nicht weit entfernt befindet sich das Val de Nuria. Mit der Schmalspurbahn Cremallera kann von Ribes de Freser zum Santiario de Nuria gefahren werden. Einem Kloster, das als Pilgerstätte dient. Neben einem schönen See und sattgrünen Wiesen befinden sich auch einige Wanderberge in der direkten Umgebung. Besonders der 2913 Meter hohe Puigmal erfreut sich großer Beliebtheit. Er ist relativ leicht zu besteigen, auch wenn es im oberen Teil nicht überall Wege gibt. Sein Gipfel ist mit vielen Fahnen geschmückt und genießt einen hohen Stellenwert bei den Katalanen. Da der Ausgangspunkt Nuria schon auf 2000 Metern liegt, ist der Berg trotz seiner großen Höhe auch für Normalbergsteiger machbar.

Gleiches gilt für seine etwas niedrigeren Nachbarn Pic de Noufonts und Pic d’ Eina. Wirklich anstrengend ist der Aufstieg zum Pic de Estats, dem höchsten Berg Kataloniens. Er ist immerhin 3143 Meter hoch und besticht durch bunte Färbungen in verschiedenen Rottönen und ein paar malerische Bergseen, den Estanys de Sotllo. Talort für die Besteigung ist das spanische Areu. Nah am Parkplatz finden wir die beiden Refugi de Valferrera mit Übernachtungsmöglichkeiten.

Weitere interessante Ziele in Katalonien sind der Estany Tort im Vall Fosca, der Pico de Subenuix und der Pic de Peguera. Beide Berge sind über 2900 Meter hoch, aber mit Pfaden versehen und für versierte Wanderer recht gut zu begehen. Etwas Trittsicherheit braucht es aber schon. Dafür warten beide Berge aufgrund ihrer freistehenden Lage mit fantastischen Ausblicken auf. Man sieht die Hochgipfel um Benasque ebenso wie den Pic de Estats. Espui heißt der nächstgelegene Talort, Sort der bekannteste Ort in der Region. Ebenfalls in der Nähe, bei Espot, befinden sich die Estany Sant Maurici. Die Rundwanderung um die beiden Seen kann von so ziemlich jedem Wanderer bewältigt werden, 2,45 Stunden Gehzeit und 330 Höhenmeter sind gut machbar. Die Wege sind sehr gut ausgebaut und beschildert. Eine schöne Zugabe am Weg ist dabei der Wasserfall “Cascada de Ratera”.

Etwas weiter westlich liegt das Valle de Aran, ein malerisches Bergtal mit schönen Seen und hohen Felsbergen. Vor dem Bau des Tunnels von Vielha war das Valle de Aran nur über hohe Pässe erreichbar und daher recht abgeschieden vom restlichen Spanien.  Auch hier gibt es mehrere Hütten wie das Refugi dera Restanca oder das Refugi de Colomers. Der bekannteste Berg im Valle de Aran ist der Montardo d’ Aran, immerhin 2833 Meter hoch. Er kann auf brauchbaren Pfaden erstiegen werden, die aber etwas Erfahrung bei der Wegsuche bedingen. Einfacher zu erreichen ist der Lac de Mar mit gut 800 Höhenmeter. Für beide Touren heißt der Talort Arties mit seinem etwas höher gelegenen Parkplatz Pont de Ressec. Weitere schöne Seen sind die Lacs de Colomers und die Lacs de Baciver. Letztere werden ebenso von Baqueira aus erreicht, wie der leichte Aussichtsgipfel Tuc de Pedescauc.

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