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Wandern auf dem Alpannonia

In sechs bis sieben Tagen führt der Fernwanderweg alpannonia von Österreich nach Ungarn. Das 120 km lange Trekking beginnt in Semmering oder Fischbach und führt nach Köszeg am Rand der pannonischen Ebene. Dabei werden sehr vielfältige Landschaften durchwandert. Von den Ausläufern des Hochgebirges führt das Trekking durch das Bernsteiner und Günser Gebirge, eine waldreiche Voralpenlandschaft, bis in das Weinbaugebiet um Köszeg. Die leichten bis mittelschweren Wanderetappen eignen sich auch gut für Familien und weniger erfahrene Wanderer. Der Weg führt über keine ausgesetzten Stellen. Wandern ohne Gepäck wird auf diesem Trekking angeboten. Mehrere Zustiege zum aussichtsreichen Weg ermöglichen auch kürzere Tages- oder Wochenendtouren.

Die erste Etappe von Semmering zum Wetterkogel Haus beginnt gemütlich mit einer Seilbahnfahrt. Von der Weltkulturerbestadt geht es mit der Zauberbergbahn hinauf auf den Hirschenkogel, alternativ geht es über gut beschilderte Wanderwege hinauf. In der Nähe der Bergstation befindet sich eine Aussichtswarte, von der das Panorama bis zu den Hohen Tauern noch besser bewundert werden kann. Wir wandern nun in stetem Auf und Ab zum Feistritzsattel. Über Almen und durch Bergwälder geht es gemütlich mit Blick auf die niederösterreichischen Kalkalpen bergan. Auf dem 1743 m hohen Hochwechsel erreichen wir nach sechs Stunde Gehzeit das Wetterkogel Haus.

Ein alternativer Weg zum Wetterkogel Haus führt in zwei Tagen von Fischbach über das Rosegger Haus. Leicht ansteigend geht es zum Almtor, von wo in 15 Minuten der Teufelsteingipfel, ein alter Kultort, erreicht werden kann. Diesen panoramareichen Berg sollte man sich nicht entgehen lassen. Zunächst leicht bergab geht es zum Lentkreuz, schließlich geht es bergauf zur Rattener Alm und auf Almwegen zum Rosegger Haus, das wir nach sieben Stunden erreichen.

Am folgenden Tag geht es hinauf auf den Pretul und auf einem aussichtsreichen Kammweg zum 1.782 m hohen Stuhleck. Dies ist der erste Gipfel in Österreich, der mit Skiern bestiegen wurde. Vom höchsten Punkt des Fernwanderwegs alpannonia und der Fischbacher Alpen kann man ein Drittel Österreichs sehen. Über das Alois-Günther Haus geht es hinab zum Pfaffensattel und dann bergauf zum Feistrizsattel. Dem Hauptweg folgend steigen wir hinauf zum Wetterkogel Haus. Für diese Panoramaetappe werden sechs Stunden benötigt.
Die zweite Etappe führt zunächst abwärts zum Niederwechsel und schließlich über die leichte Steinerne Stiege (bei Nässe rutschig) zum Hallerhaus. Nur kurz wandert man über die Pisten des Skiorts Mönichkirchen. Auf leichten Waldwegen geht es zum Etappenziel Mönichkirchen mit einer sehenswerten Kirche hinab. Nach fünf Stunden erreichen wir unser Ziel.

Über Wiesen und Felder geht es am Fuße des Hartbergs nach Knolln. Entlang des internationalen Weitwanderwegs 02 wandern wir aussichtsreich durch die Hügellandschaft nach Schlag. Weiter führt uns der Weg zum Schloss Ziegersberg und nach Pichl. Leicht bergauf geht es zum Etappenziel, dem Höhwirt bei Hochneukirchen, den wir nach vier Stunden erreichen.

Die vierte Etappe führt in vier Stunden von dem sanften Bergland um Hochneukirchen nach Bernstein. Zunächst geht es hinauf auf den Hutwisch, einen Hügel mit schöner Aussicht. Nach Kalteneck gelangen wir zum Guglhupf, einer Aussichtsplattform. Panoramatafeln erklären dort die Schau der Alpengipfel und die pannonische Ebene. Auch kann man weite Teile des alpannonia Trails überblicken. An der Kienberghexe, die der Sage nach einen Schatz im Berg bewacht, geht es vorbei und über einen Steig nach Bernstein, wo die Kunst des Edelserpentinschleifens allgegenwärtig ist.

Nach weiteren vier Stunden Gehzeit erreichen wir Oberkohlstätten am Rande der Alpen. Zunächst entlang der Bundesstraße führt die Wanderung zu einem Naturschwimmbad mit Barfußpfad. Auf dem Kalkgrabenweg geht es durch den Wald nach Oberhasel. Der Weg führt abwechslungsreich weiter nach Goberling. Mit Ausblicken zum Naturpark Geschriebenstein geht es durch die wellige Landschaft nach Unter- und Oberkohlstätten. Dabei geht es unter anderem durch ein Feuchtbiotop des Naturparks.

Die letzte Etappe führt uns in sieben Stunden über den höchsten Punkt des Burgenlands nach Köszeg in Ungarn. Über den Hirschenstein geht es zur ungarischen Grenze. Der 884 m hohe Geschriebenstein, der höchste Berg Westungarns und des Burgenlands, ist mit einem Grenzturm bebaut. Der direkt an der Grenze stehende Turm bietet heute eine grandiose Aussicht auf die Alpen und die pannonische Ebene. Der Grenzübertritt gestaltet sich in heutigen Zeiten problemlos, einen gültigen Ausweis sollte man aber mitführen.

Über die auf einem Hügel stehende Ruine Ohaz – Tetö, die wieder schöne Fernblicke auf die umgebende Landschaft bietet, erreichen wir die Stadt Köszeg mit dem sehenswerten mittelalterlichen Stadtkern. In Köszeg ist unter anderem die neu renovierte Burg Jurisics mit Burgmuseum einen Besuch wert. Auch die Pfarrkirche und die im Verfall befindliche Synagoge lohnen eine Besichtigung. Für die Rückfahrt nach Semmering empfiehlt sich ein Taxi. Alternativ reist man direkt mit der Bahn an, sowohl Semmering als auch Köszeg sind über Wiener Neustadt gut zu erreichen.

Eine zweisprachige Beschriftung der Wegweiser ermöglichen eine reibungslose Wanderung auch im ungarischen Teilstück. Je nach Schneelage ist der Weg ab Mai oder Juni bis in den Oktober gut begehbar. Allerdings bewegt sich der Weg in alpinem Gelände, daher kann es auch im September wieder Neuschnee geben. Wandern ohne Gepäck ist hier auf Anfrage möglich.

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