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Wandern auf einem GR in Frankreich

 

GR: Ein europäisches Netz von Fernwanderwegen

Was bedeutet eigentlich GR?
Ganz einfach: Grande Randonnée, also große Wanderung, wie die Franzosen sagen. Dahinter steckt ein riesiges Netz von Wanderwegen, das sich durch Westeuropa zieht. Stellen Sie sich vor: Frankreich, Belgien, die Niederlande und Spanien – überall können Sie auf diesen Pfaden  ganze Landstriche durchqueren. Egal, ob in Sie in Spanien auf den Gran Recorrido oder in Holland auf die Grote Routepaden triffst – sie gehören alle zu derselben großen Wanderfamilie. Und die gibt Ihnen die Chance, die Natur hautnah zu erleben.

Ein besonderes Merkmal der GR-Wege ist ihre einheitliche Markierung, die eine einfache Orientierung ermöglicht. Die Markierung besteht meistens aus zwei übereinander liegenden, rechteckigen Streifen: einem weißen über einem roten. Diese einfachen Zeichen finden Sie an Bäumen, Felsen oder Pfosten und sie helfen Wanderern, sich zurechtzufinden, auch wenn der Weg mal durch den Wald oder über die Berge führt. Hinter dieser Beschilderung steckt viel Engagement: In Frankreich kümmert sich die Fédération Française de la Randonnée Pédestre (FFRandonnée) gemeinsam mit vielen Freiwilligen darum, dass die Wege gepflegt und gut begehbar bleiben.

Der GR 20 auf Korsika ist eine der bekanntesten Strecken. Er ist berühmt für seine anspruchsvollen Etappen und schönen Ausblicke. Er führt auf einer Strecke von etwa 180 Kilometern über den Gebirgszug der Insel und gilt als einer der schwierigsten, aber auch schönsten Fernwanderwege Europas.

An der Küste der Bretagne verläuft der GR 34, auch "Zöllnerpfad" (Sentier des Douaniers) genannt, über fast 2.000 Kilometer. Er führt vom Mont-Saint-Michel bis nach Saint-Nazaire. Der GR 10 verbindet die Atlantikküste mit dem Mittelmeer und führt über 954 Kilometer durch die französische Seite der Pyrenäen.

Informationen zum Zöllnerpfad finden Sie hier: Wandern auf dem Zöllnerpfad in der Bretagne (GR 34)  

Es gibt noch mehr wichtige GR-Wege. Der GR 5 zum Beispiel, der als Grande Traversée des Alpes von den Vogesen bis zum Mittelmeer verläuft. Damit ist er ein Teilstück des europäischen Fernwanderwegs E2.

Im Zentralmassiv ermöglicht der GR 30 eine empfehlenswerte Tour durch das Land der auvergnatischen Vulkane und Seen.

Im Herzen der Bretagne verläuft der GR 37, während der GR 3 entlang der Loire von der Quelle bis zum Atlantik führt.

Auch im Jura ist die Grande Traversée du Jura (GTJ) anspruchsvoll. Für kürzere, aber nicht weniger interessante Touren eignen sich auch lokale Routen wie der GR 58, der durch den regionalen Naturpark Queyras führt.

Die GR-Wege sind nicht nur reine Wanderwege, sondern auch Wege, um die Natur, die Kultur und das historische Erbe der jeweiligen Region zu entdecken.

Horst Görtz, 14.09.2025

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