logo wandern.de
Banner
Aktuelle Information Coronavirus (COVID-19) / Unsere 100 % Garantie Lesen →

Die 10 schönsten Wanderungen auf Madeira: Insel der Blumen

Madeira ist für viele Fans des gepflegten Wanderurlaubs in warmen Gefilden ein echter Sehnsuchtsort. Die portugiesische Insel im Atlantik zeichnet sich durch Idealbedingungen für alle Wanderfreunde aus, die sich bevorzugt für gebirgige Routen begeistern können. Selbst für erfahrene Trekking-Fans halten Wanderungen auf Madeira die ein oder andere Herausforderung bereit – dank steiler Berge wie dem Pico Ruivo mit knapp 1.900 Metern. Ihren Ursprung als Vulkaninsel sieht man Madeira auch landschaftlich an vielen Stellen an, von saftigen Tälern bis hin zu schroffen Gesteinshängen und charakteristisch geformten Kuppeln und Felsklippen.

Doch Madeira wäre für Wanderreisen nicht so beliebt, wenn es nicht auch jede Menge Abwechslung für Aktivurlauber bieten würde. So besticht die portugiesische Insel neben anspruchsvollen alpinen Wanderrouten auch mit familienfreundlichen Touren entlang malerischer Wasserfälle, Flüsse und Quellen, durch saftige Täler oder über Hochmoor-Ebenen. Und auch ihren Beinamen „Blumeninsel“ trägt Madeira nicht von ungefähr: An vielen Stellen sorgen unzählige Blüten fast das ganze Jahr über für Farbenpracht. Klimatisch bietet Madeira gemäßigte bis subtropische Verhältnisse – mit reichlich Regen im Norden und besonders warmen Gebieten im Süden der Insel. Für Wanderreisen ist Madeira mit Durchschnittstemperaturen von knapp unter 20 Grad im Winter und um die 26 Grad im Sommer geradezu ideal geeignet. Wir haben für interessierte Wanderurlauber die zehn schönsten Wanderungen auf Madeira zusammengestellt.

 


1. Rabaçal: Wanderungen zu den 25 Quellen und dem Risco-Wasserfall

Das im Westen der Insel gelegene Naturschutzgebiet Rabaçal gehört zu den schönsten Wandergebieten auf Madeira. Erreichbar ist diese für Wandertouren optimal geeignete Region von der Hauptstadt Funchal aus über den Encumeada Pass oder entlang der Küstenline – über Ribeira Brava, Ponta do Sol und Calheta. Im Rabaçal entspringen zahlreiche der sogenannten Levadas. Dies sind künstlich angelegte Kanäle, die man bei vielen Wanderungen auf Madeira antreffen kann. Das Wandern entlang an Wasserwegen ist auf der Insel also auf vielfältige Weise möglich. Eine solche Levada führt hin zum Risco Wasserfall und zu den 25 Quellen. Genannt „Levada des 25 Fontes“, gehört diese Wanderroute zu den malerischsten Touren auf Madeira. Knapp zwölf Kilometer auf relativ leicht zu begehendem Terrain umfasst die Wanderung, die mit der Durchquerung eines Wandertunnels startet. Hierfür sollte man unbedingt eine Taschenlampe im Gepäck haben. Um die Wanderung zu beginnen, muss man hinauf auf die Hochebene Paúl da Serra fahren. Auf dem Weg warten Highlights wie der bekannte Lorbeerwald Laurisilva, ein UNESCO-Weltnaturerbe. Zwischenziel ist die blaue Lagune, in die gleichzeitig 25 Levadas in Form von Wasserfällen münden. Diesen Anblick sollte sich bei einem Wanderurlaub auf Madeira auf keinen Fall entgehen lassen. Anschließend geht es dann zum eindrucksvollen Risco Wasserfall. Einen Abstecher wert bei der Wanderung zu den 25 Quellen auf Madeira sind auch die Lavahöhlen in São Vicente.


2. Das Ostkap: Wanderung auf der Halbinsel São Lourenço

Am östlichsten Zipfel von Madeira liegt die Halbinsel São Lourenço. Landschaftlich ist sie vorrangig geprägt durch Felsen und Gestein sowie Schotter- und Geröllwege. Beim Wandern auf São Lourenço gehört deshalb auch unbedingt ein guter Sonnenschutz ins Gepäck – und ein Hut auf den Kopf. Außerdem ist ausreichend Wasser und Proviant unterlässlich, da es unterwegs keine wirklichen gastronomischen Einkehr-Möglichkeiten gibt. Wer die rund acht Kilometer lange Rundwanderung in Angriff nehmen möchte, sollte gute Kondition mitbringen – wird jedoch auf der gesamten Wegstrecke durch tolle Ausblicke belohnt. Insgesamt 800 Höhenmeter gilt es bei dieser Wandertour zu meistern, der höchste Punkt ist der 160 Meter hohe Morro do Furado. Diese Wanderung in Madeiras Osten ist gut geeignet für alle Fans alpiner Wander-Bedingungen und sonniger Trekkingtouren. Übrigens: Da die Halbinsel São Lourenço ein Naturschutzgebiet ist, sollte man sich bei Wanderungen entsprechend rücksichtsvoll verhalten und möglichst wenig Spuren hinterlassen.


3. Wandern entlang der Schluchten von Rabaçal nach Fanal

Uralte Lorbeerhaine bilden den Rahmen für die außergewöhnliche Wandertour, die von Rabaçal nach Fanal führt. Der Start liegt in 1.420 Metern Höhe am Pico dos Assobiadoures, auf einem kleinen Wanderparkplatz an der Regionalstrasse E.R 209. Man folgt dem Wanderweg PR 13. Dieser führt auf knapp elf Kilometern durch Prärie-Gelände und felsiges Terrain mit flacher Vegetation. Da die Strecke einige Auf- und Abstiege auf eher geröllartigem Untergrund bereit hält, ist festes Schuhwerk auch bei dieser Wanderung auf Madeira natürlich ein Muss. Unterwegs gibt es tolle Ausblicke an speziellen Aussichtspunkten, den sogenannten Miradouros, zu bewundern. Der Höhepunkt kommt bei dieser Wanderroute relativ am Schluss: die Durchquerung des uralten Lorbeerwaldes, des Laurisilva, für den Madeira zu Recht sehr berühmt ist. Die knorrigen mit Moos behangenen Bäume erzeugen eine einzigartige, fast schon mystische Atmosphäre – deshalb zählt der Laurisilva für viele Wanderurlauber zu den eindrucksvollsten Highlights beim Wandern auf Madeira. Nicht umsonst trägt der Lorbeerwald bei Fanal auch den Namen Feenwald.


4. Von Porto Moniz nach Calheta am Levada Nova wandern

Entlang der Südwestküste von Madeira führt diese Wanderroute über grüne Hügel und durch duftende Eukalyptuswälder. Von Porto Moniz aus geht es, dem malerischen Levada Nova folgend, zum Küstenort Calheta. Dabei hat man das azurblaue Meer fast immer im Blick – und genießt den Ausblick auf die Weiten und die wilde Schönheit des Atlantischen Ozeans, der Madeira umgibt. Die Tour bringt einige Abstiege mit, bei denen man etwas Konzentration braucht, ist aber ansonsten eher einfach.


5. Wanderung im Grünen: am Levada Nova von Calheta nach Prazeres

Eine weitere beliebte Wanderroute auf Madeira führt ebenfalls am Levada Nova entlang. Sie startet in Calheta, an der Regionalstraße 211, und führt auf knapp 15 Kilometern Wegstrecke bis zum Dorf Prazeres. Ungewöhnlich viel Grün bekommt der Wanderer entlang dieser Wanderung im Süden von Madeira zu sehen: Wiesen, Wälder und saftig bewachsene Ufergürtel am Levada Nova sind typische Eindrücke. Abwechslung bietet der Baumbestand am Wegesrand: Kiefern und Akazien sind ebenso darunter wie Eukalyptusbäume. Ab und zu sorgen bunt blühende Wildblumen für Farbtupfer. Da es auf der gesamten Wanderroute lediglich knapp 700 Meter Anstiege und 700 Meter Abstiege in eher sanfter Form zu bewältigen gilt, ist diese Wanderung auch für Anfänger und Gelegenheitswanderer ideal geeignet.


6. Levada do Norte: gemütlicher Wandertag auf Madeira

Bei einer Wanderreise auf Madeira ist auch der ein oder andere gemütliche Tag durchaus willkommen – vor allem als Kontrast zu den eher alpinen Herausforderungen beim Wandern in höheren Regionen. Eine solche Komfort-Wanderung bietet der Weg entlang des Levada do Norte, ausgehend von Boa Morte. Von dort geht es auf schönen Waldpfaden durch Eukalyptus- und Kiefernwälder und vorbei an malerischen Terrassengärten mit atemberaubendem Meerblick bis nach Quinta Grande. Ein Teil des Wanderweges entlang des Levada do Norte erfordert allerdings Schwindelfreiheit, da man sich über weite Teile der Strecke entlang steiler Berghänge bewegt. Eine kleine Herausforderung kann auch der 500 Meter lange Espigão-Tunnel sein, da man darin in ziemlicher Dunkelheit unterwegs ist. Da diese Wanderroute lediglich ca. 2-3 Stunden Gehzeit beansprucht, kann man denselben Weg auch wieder zurück nehmen, falls man mit dem Auto nach Boa Morte angereist ist. Ansonsten lässt sich auch ein Linienbus oder ein Taxi zurück nehmen.


7. Pico do Arieiro-Rundwanderung

Alpine Wanderungen sind auf Madeira in großer Vielfalt zu finden. Äußerst beliebt ist dabei zum Beispiel der Pico do Arieiro. Dieser Berg ist 1.818 Meter hoch und damit der dritthöchste Gipfel der Insel. Der Vorteil beim Wandern auf dem Pico do Arieiro: Er ist als einziger der ganz hohen Berge mit einer Straße erreichbar. Der Startpunkt für die Rundwanderung liegt unterhalb des Gipfels auf einem Parkplatz. Schon von dort aus ist der Ausblick über Madeira sowie die Nachbarinseln Porto Santo und Ilhas Desertas grandios. Auf dieser Höhe lässt sich der Pico do Arieiro mit relativ wenig Anstrengung umrunden. Gutes Schuhwerk ist dennoch Pflicht, denn die Wanderpfade sind hier sehr steinig und uneben. Auch Schwindelfreiheit ist von Vorteil, um die Rundwanderung um den Pico do Arieiro und die herrlichen Ausblicke in die Ferne voll genießen zu können.


8. Höhenwanderung vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo

Die Parade-Wanderung für Freunde alpiner Bergtouren auf Madeira ist die Tour vom Pico Arieiro zum Pico Ruivo. Man wandert dabei vom dritthöchsten zum höchsten Berggipfel Madeiras – und das bei ständig atemberaubenden Ausblicken auf Insel und Meer. Das Ganze ist nicht unanstrengend und umfasst knapp 13 Kilometer Wegstrecke mit insgesamt ca. 1.500 Metern Höhenunterschied. Einige Auf- und Abstiege müssen über eiserne Leitern bewältigt werden, die im Berg verankert sind. Besonders spektakulär ist der Ausblick entlang dieser Wanderung, wenn man sie sehr zeitig am Morgen unternimmt und von hier oben den Sonnenaufgang bestaunen kann. Selbst bei bewölktem Wetter kann sich der Aufbruch zu solch einer Tour lohnen, denn die Gipfel der Berge liegen meist über der Wolkendecke – und das bietet dann ganz eigene reizvolle Motive und Impressionen. Empfehlenswert ist diese Wanderroute auf Madeira allerdings nur für Wanderurlauber mit guter Kondition, Schwindelfreiheit und passender Wander-Ausrüstung. Der Wanderweg trägt den Namen PR 1 – und das nicht von ungefähr, schließlich ist er so etwas wie die Königsetappe bei einer Wanderreise auf Madeira.


9. Küstenwanderung von Porto da Cruz nach Machico entlang der Steilküste

Wandern auf dem ehemaligen Weintransportweg: Auch das kann man im Rahmen einer Wanderreise nach Madeira erleben. Und zwar auf dem sogenannten Nordküstenweg. Entspannt wandert man von Porto da Cruz los, Zielpunkt ist Machico – und dazwischen liegen jede Menge Highlights. Die Wanderstrecke beträgt immerhin gut 15 Kilometer und führt insgesamt rund 1.300 Höhenmeter hinauf und wieder hinunter. Doch aufgrund der abwechslungsreichen Landschaft und der gut ausgebauten Wanderwege gestaltet sich diese Tour auch für Gelegenheitswanderer relativ problemlos. Man sollte allerdings schwindelfrei sein, weil der Wanderweg, wie viele Touren in Madeira, zu Teilen auf ungesicherten Wegen an steilen Berghängen entlang führt. Ein besonderes Erlebnis ist diese Küstenwanderung vor allem, weil man nahezu auf der gesamten Tour das Meer im Blick hat – und das zum Teil aus lichten Höhen, was besonders eindrucksvoll wirkt. Ca. vier bis fünf Stunden sollten Wanderurlauber für diesen Wanderweg einplanen.


10. Wanderung am Encumeada-Pass zum Pico Ruivo

Der Encumeada-Pass markiert die Wetterscheide Madeiras: Hier trifft das subtropische Klima des Südens auf das gemäßigte, regenreiche Klima des Nordens. Und genau das macht die Wanderung auf dem Kammweg des Encumeada-Passes besonders reizvoll. Ob gen Norden oder Süden: Die Ausblicke sind auf der gesamten Tour grandios. Getoppt werden kann das eigentlich nur noch vom Aufstieg auf den Pico Ruivo als Ziel der Wanderung. Der höchste Berg von Madeira bietet natürlich auch die tollsten Panorama-Impressionen. Start ist übrigens in Boca da Encumeada Pass, die Tour umfasst knapp 14 Kilometer Länge und 1.370 Meter Aufstieg. Da dieser recht steil ist, eignet sich diese Bergtour vor allem für Wanderfans mit alpine Erfahrung.


Professionelle Organisation einer Wanderreise nach Madeira:

Um die Wanderreise nach Madeira mit seinen so vielfältigen Landschaften und Wanderrouten richtig genießen zu können, sollte man alles Organisatorische vorab gründlich planen. Festmachen sollten Wanderurlauber speziell die Tagestouren, den Gepäcktransport und natürlich die Übernachtungen. Auch wichtig: Wie gelangt man zu den teilweise abgelegenen oder schwer erreichbaren Einstiegspunkten in die einzelnen Wanderungen auf Madeira?

Damit der nicht unerhebliche Aufwand im Vorfeld einem nicht die gesamte Wanderlust austreibt, kann man für den Aktivurlaub in Madeira auf eine professionell geplante Wanderreise setzen. Dann nämlich wird von A bis Z alles Notwendige organisiert – und man kann völlig entspannt loswandern.

Wandern.de Newsletter abonnieren
Kontaktzeile für Ausdrucke