Wandern auf Malta
Ganz ehrlich: Wer Malta auf eigene Faust erkunden will, muss die Wanderschuhe mitnehmen. Das ist die beste Art, die Inseln wirklich kennenzulernen. Es ist ein Erlebnis, das anders ist als die Bergtouren in den Alpen. Du findest hier keine kühlen Wälder; stattdessen gibt es Kalkstein, raue Küsten und eine Sonne, die Sie fordert. Aber genau das macht den Reiz aus – Sie wandern mitten durch die Geschichte.
Timing ist alles: Die Sonne ist stark
Zuerst die wichtigste Regel, die Sie beherzigen müssen: Lass die Hochsommermonate (Juli und August) links liegen, wenn du wandern willst. Die Hitze ist dann einfach ungesund.
Die ideale Zeit ist definitiv der Frühling (März bis Mai), wenn die Wildblumen blühen und die Insel grün leuchtet, oder der Herbst (Oktober/November), wenn die Temperaturen sinken.
Was in den Rucksack gehört
Die Landschaft Maltas ist ziemlich offen, also denk dran:
1. Genug Wasser: Pack mehr Wasser ein, als du glaubst zu brauchen. Auf den Küstenwegen gibt's oft stundenlang keine Möglichkeit zum Nachfüllen. Geh früh los, um der Mittagshitze zu entgehen. Ein Hut und leichte, schützende Kleidung sind ein Muss.
2. Gutes Schuhwerk: Die Wege sind oft uneben und manchmal rutschig. Schwere Bergstiefel brauchst du nicht, aber feste Trailrunner oder Wanderschuhe mit gutem Profil sind super. Mit normalen Schuhen riskierst du nur Blasen und Verstauchungen auf dem Kalkstein. Wandern ohne Hin und Zurück: Da die Insel klein ist, ist die Planung einfach: Die Busse sind billig und fahren fast überall hin. Perfekt, um Streckenwanderungen zu machen – zum Beispiel von A nach B an den Dingli Cliffs. Am Zielort steigst du einfach in den Bus, ohne Parkplatzprobleme.
Die Freiheit der Streckenwanderung
Die Insel ist klein genug, um die Logistik total unkompliziert zu halten.
- Der örtliche Busverkehr ist günstig und deckt fast die gesamte Insel ab. Das ist genial, weil du jeden Tag eine Streckenwanderung planen kannst – etwa von A nach B an den Dingli Cliffs – und dich am Endpunkt einfach wieder abholen lässt, ohne dich um Parkplatzsorgen zu kümmern.
- Gozo ist Balsam für die Seele. Nimm unbedingt die kurze Fähre. Die kleine Schwesterinsel ist viel ruhiger, ländlicher, und die Pfade entlang der Ta' Ċenċ Cliffs sind klasse und oft menschenleer. Selbst die winzige Insel Comino kann man in wenigen Stunden komplett umrunden, inklusive Blick auf die Blaue Lagune.
Die Belohnung am Ziel
Wenn Sie sich auf den Stein und die Sonne einlassen, wartet eine unglaublich vielseitige Belohnung auf Sie. Sie wandern auf Spuren, die schon die Ritter und Römer benutzt haben. Sie folgen historischen Befestigungen, wie den Victoria Lines, und findest hinter fast jeder Klippe eine neue, versteckte Bucht. Das Beste: Nach einer staubigen Tour gibt es nichts Besseres, als die Schuhe auszuziehen und direkt in das klare, warme Mittelmeer zu springen. Das ist das Gefühl von Malta.