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Wandern auf dem ZweiTälerSteig

Rund um das ZweiTälerLand im Südschwarzwald führt einer der schönsten mehrtägigen Rundwanderwege dieser Region: der ZweiTälerSteig. 106 km lang und mit knapp 4.000 Höhenmetern durchaus eine sportliche Herausforderung, zieht er immer mehr Wanderurlauber in seinen Bann. Erkennbar ist der ZweiTälerSteig an der Markierung eines roten Herzens vor einem grünen Hintergrund. Als Qualitätswanderweg ausgezeichnet, führt die Route durch sehr viel ursprüngliche Natur.

Schluchten mit Wasserfällen und schroffen Felsen gehören ebenso zu den Landschaften dieses Wanderwegs im Schwarzwald wie sanfte Hügel, hohe Gipfel, wilde Wälder – und natürlich zahlreiche atemberaubende Aussichten. Über fünf Etappen führt die Route, die in Waldkirch im schönen Elztal startet und endet. Für die Rast unterwegs stehen einige traditionelle Schwarzwaldhöfe und Wirtschaften für Wanderer offen. Seinen Namen trägt der ZweiTälerSteig übrigens, weil die Strecke zwei Täler abdeckt: das Elztal und das Simonswäldertal. Beide Täler sind landschaftlich sehr unterschiedlich, was den besonderen Reiz dieser Wanderung im Schwarzwald ausmacht.

Die Etappen beim Wandern auf dem ZweiTälerSteig

Der Start der ersten Etappe, die von Waldkirch bis hinauf auf den Kandel führt, hat es bereits in sich: Über rund zehn Kilometer wandert man stetig bergan. Ziel dieses Anstiegs und Etappenziel ist der 1.241 m hohe Kandel, der höchste Punkt dieser Wanderroute im Südschwarzwald. Über zehn Kilometer werden 970 Höhenmeter im Aufstieg zurück gelegt. Unterwegs bieten sich tolle Ausblicke über das Rheintal – und bei schönem Wetter sogar bis hinüber zu den Vogesen. Da diese Etappe mit rund 4 Stunden Laufzeit etwas Spielraum lässt, kann man sich vor dem Start die mittelalterliche Stadt Waldkirch anschauen – oder nach dem Erreichen des Etappenziels bei einer Fototour auf dem Gipfel die Panoramen genießen, die sich vom Kandel aus bieten.

Vom Kandel aus geht es in Etappe 2 des ZweiTälerSteigs erst einmal ein ganzes Stück bergab. An diesem Tag steht für die Wanderer im Schwarzwälder ZweiTälerLand das Tal der Wilden Gutach auf dem Programm. Dieser Teil ist der wohl urwüchsigste, wildeste Abschnitt des Fernwanderweges. Man durchquert einen Wald, genießt den Anblick der Zweribach-Wasserfälle und konzentriert sich schließlich auf die Wanderung in der immer enger zulaufenden Teichschlucht. Wo der Teichbach auf die Wilde Gutach trifft, geht es wieder bergauf zur Hintereck-Hütte. Anschließend wird entlang der Ufer der Wilden Gutach gewandert – bis man das Etappenziel Simonswald erreicht. Insgesamt hält die zweite Etappe des ZweiTälerSteigs auf 25.5 km Länge 540 m im Auf- und 1.380 m im Abstieg bereit.

Am dritten Tag auf dem ZweiTälerSteig geht es von Simonswald nach Wittenbach. Auch diese Strecke ist mit 25.8 km Länge und gut 1.000 m sowohl im Auf- wie auch im Abstieg recht anspruchsvoll. Highlight dieser Wanderung im Schwarzwald ist der Rohrhardsberg. Der erreicht 1.150 Höhe – und die wollen erklommen werden. Unterwegs lädt der Hörnleberg mit seiner Wallfahrtskirche zum Pausieren ein. Von dort aus ist auch der Blick auf das Elztal besonders schön. Der zweite Teil dieser Tagesetappe ist gekennzeichnet durch einen langen und anspruchsvollen Abstieg, bevor die Wanderer schließlich Wittenbach im Oberprechtal erreichen.

Ein bisschen entspannter wird die vierte Etappe des ZweiTälerSteigs, die von Wittenbach nach Höhenhäuser führt. Sie hat eine Länge von knapp 24 km und führt 730 m auf- und 570 m abwärts. Die größte Herausforderung dieses Wandertags im Schwarzwald meistert man gleich zu Anfang: Den steilen Aufstieg auf den Huberfelsen. Belohnt werden die Anstrengungen mit einem grandiosen Blick über das Elztal, das inmitten urwüchsiger Wälder liegt. Das nächste Zwischenziel ist die Prechtaler Schanze, von wo aus es dann weiter geht zum Landwassereck. Ab diesem Punkt ist man auf dieser Wanderung in einer ganz anderen Schwarzwald-Landschaft unterwegs: Statt wilder Schluchten und steiler Felsen geht es über Almwiesen mit schmucken Bauernhöfen und über sanfte Hügelketten.

Auf der fünften und letzten Etappe des ZweiTälerSteigs gelangt man über 23 km Wegstrecke von Höhenhäuser zurück nach Waldkirch. Dabei geht es stetig nach unten: Aufwärts sind an diesem Tag beim Wandern im Schwarzwald nur 330 m zu bewältigen, jedoch 720 m im Abstieg. Beeindruckend ist der tolle Ausblick, der sich über den gesamten Streckenverlauf bietet. Einen Stopp einlegen sollten Wanderreisende bei der Ruine der Kastelburg – schon allein wegen des einzigartigen Blicks, den man von hier aus auf Waldkirch hat. Wer noch ein paar Meter mehr „in den Beinen hat“, der kann zwischendurch auch zum Hünersedel hinauf steigen. Diese „Extratour“ wird durch einen wunderschönen Rundumblick vom dortigen Aussichtsturm aus belohnt.

Übernachten beim Wandern auf dem ZweiTälerSteig

Am Ende jeder Etappe auf dem ZweiTälerSteig gibt es Unterkünfte, doch nicht immer hat man dabei eine große Auswahl. Deshalb lohnt es sich, vor Beginn dieser Fernwanderroute die Übernachtungen vorzubuchen – und den Gepäcktransport zu organisierten. Denn bei anstrengenden Routen wie dem ZweiTälerSteig möchte man nur mit leichtem Tagesgepäck im Schwarzwald wandern.

 

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