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Wandern auf dem Stubaier Höhenweg

Der Stubaier Höhenweg ist eine anspruchsvolle Trekkingtour, auf der in acht Tagen 8000 Höhenmeter und 120 km zu bewältigen sind. Die Rundtour startet und endet in Neustift im Stubaital. Die täglichen Gehzeiten liegen meist zwischen vier und sechs Stunden, für eine Etappe werden jedoch acht Stunden benötigt. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung für die Wandertour. Die Endpunkte der Tour sind die Starkenburger und Innsbrucker Hütte, man kann sowohl im als auch gegen den Uhrzeigersinn wandern. Im Folgenden werden wir die Trekkingtour gegen den Uhrzeigersinn beschreiben, wie sie meist gewandert wird. Bis auf eine Etappe ist Wandern ohne Gepäck möglich.

Der Aufstieg zur Starkenburger Hütte erfolgt entweder von Neustift, wobei 1200 Höhenmeter in rund vier Stunden zu wandern sind, oder weniger anstrengend in knapp zwei Stunden vom Kreuzjoch, das von Fulpmes mit der Seilbahn erreicht werden kann. Von der Starkenburger Hütte geht das Trekking weiter zur Franz-Senn Hütte. Durch hochalpines Gelände führt die Tour ohne größere Anstiege, aber doch sehr anstrengend in sechs bis sieben Stunden zur zweiten Hütte. Nach rund zwei Dritteln des Weges wird die Seducker Hochalm passiert, auf der man sich für den Rest des Weges stärken kann.

Wir gehen ohne Gepäck weiter zur Regensburger Hütte. Diese Etappe ist in vier Stunden zu bewältigen. Unschwierig führt der Weg über das Schrimmenjoch, von wo einmalige Ausblicke auf den Stubaier Hauptkamm zu bewundern sind. In sechs bis sieben Stunden geht es über das Grabagrubennieder zur Dresdner Hütte. Der Weg beginnt idyllisch im Hohen Moos, einem beeindruckenden Hochmoor. Von dort geht es steil und über Drahtseile zum Grabagrubennieder, vorbei am Mutterberger See mit schönen Ausblicken auf Schaufel- und Wildspitze zur Dresdner Hütte im Skigebiet Stubaier Gletscher.

Die Liftanlagen lassen wir aber am nächsten Tag wieder hinter uns und laufen ohne Gepäck zur Sulzenauhütte am Fuß des Zuckerhütls. Der leichtere Weg führt in rund drei Stunden über das Peiljoch, eine Stunde länger ist der Weg über den Trögler. Bei Nässe und Schnee sollte man den Weg über das Peiljoch vorziehen, am Trögler sind mehr schwierige und versicherte Stellen zu bewältigen.

Das Trekking auf dem Stubaier Höhenweg führt weiter zur Nürnberger Hütte, vorbei am malerischen Grünausee und drahtseilversichert in rund vier Stunden über das Niederl zur Hütte. Bei gutem Wetter lohnt sich die Besteigung der am Weg liegenden Mairspitze. Wir wandern ohne Gepäck in rund vier Stunden weiter zur Bremer Hütte, zunächst geht es steil über ein Schneefeld zum Simmingjöchl mit einer Zollhütte, dann führt der Abstieg versichert zur Bremer Hütte, deren Küche sehr empfehlenswert ist.

Auf der folgenden, mit acht Stunden längsten Etappe zur Innsbrucker Hütte ist Wandern ohne Gepäck nicht möglich. Der zum Teil versicherte Weg führt über Draujöchl und Pramarspitze. Zu Beginn geht es entweder durch einen mit Trittbügeln versehenen Kamin hinab oder leichter über den Normalweg.

Von der Innsbrucker Hütte geht es in rund eineinhalb Stunden zur Karalm, von wo ein Wanderbus durch das Pinnistal nach Neustift fährt. Zu Fuß wären es noch weitere drei Stunden. Alternativ geht es von der Karalm in zwei Stunden zur Bergstation des Elferlifts, der nach Neustift hinabfährt. 

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