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Via Claudia Augusta

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Die Via Claudia Augusta führt in etwa vier Wochen von Italien ins Allgäu. Der römische Kaiser Claudius baute im ersten Jahrhundert n. Chr. diesen Weg aus, um Aquileia am Mittelmeer mit der Donau zu verbinden und die nördlichen Provinzen des römischen Reichs zu erschließen. Die Handelsroute wurde insbesondere von der Römischen Reichspost, die Nachrichten, Güter und Personen transportierte, genutzt. Die Benefiziarier waren abgeordnete Unteroffiziere und überwachten den Handelsverkehr. Heute führt eine abwechslungsreiche Wanderroute auf den Spuren der Römer über die Alpen. Wandern ohne Gepäck sowie Busfahrten von Italien zurück zum Ausgangspunkt werden teilweise angeboten.

Die Etappen können teilweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln abgekürzt werden.

Der rund 600 km lange Weg Via Caludia Augusta lässt sich in 29 Etappen mit jeweils vier bis sechs Stunden Gehzeit aufteilen. Er führt von Landsberg am Lech nach Castelbrando, kann aber auch in umgekehrter Richtung gewandert werden. Neben flacheren Etappen sind Anstiege bis 1100 Höhenmeter zu bewältigen. Im italienischen Teil sind Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten weniger dicht vorhanden. Die Wanderreise führt meist über leichte Wanderwege und Nebenstraßen. Nur wenige Passagen erfordern insbesondere bei Nässe etwas Konzentration. Das Trekking ist also auch für weniger erfahrene Wanderer gut machbar.

Von Landsberg am Lech wandern wir anfangs in fünf Tagen durch das Alpenvorland. Die ersten Etappen führen am Ufer des Lechs entlang, bevor es im Auerbergland etwas hügeliger wird. Bei Hirschau wird der Lech überquert. Hier bietet sich eine erste Übernachtung an. Weiter geht es über Hohenfurch nach Schongau. Diese Stadt hat ihren Ursprung in der Römerzeit und lag in der Nähe der Via Claudia Augusta. Auch heute ist die Stadt Schongau mit der gut erhaltenen Stadtmauer und einer sehenswerten Altstadt einen Besuch wert.

Weiter geht es durch die Allgäuer Hügellandschaft nach Lechbruck am See und schließlich an den Forggensee. Hier verläuft die Via Claudia Augusta am Grund des Stausees. In den Wintermonaten ist die römische Straße noch sichtbar. Bald erreichen wir Füssen. Von hier empfehlen sich Ausflüge zu den bekannten Königsschlössern Ludwigs des Zweiten, Neuschwanstein und Hohenschwangau. Durch das Lechtal geht es nach Österreich in die Bezirkshauptstadt Reutte.

Die nächsten sieben Tage der Wanderung führen durch die österreichischen Alpen. Der Weg liegt meist auf Sonnenhängen etwas über dem Tal. Über Lermoos am Fuße der Zugspitze laufen wir über den Fernpass nach Nassereith. Nun geht es weiter nach Imst und auf den Südhängen oberhalb des Inntals nach Landeck. Auch diese Stadt ist römischen Ursprungs und war einst Raststation an der Via Claudia Augusta. Heute ist unter anderem die Burg Landeck sehenswert.

Weiter führt die Via Claudia August stets etwas oberhalb des Inntals nach Pfunds. Wir verlassen dann den Inn und folgen dem Trekking nach Nauders. Über den Reschenpass erreichen wir, wie schon zu römischen Zeiten, Südtirol. Entlang des Reschensees mit dem versunkenen Kirchturm bei Graun führt der Weg ins sonnige Vinschgau. Meist auf der nördlichen Talseite führt der Wanderweg durch Bergwälder mit Blick auf die vergletscherten Berge des Ortlermassivs. Das Tal ist unter anderem für seine Obstkulturen bekannt.

Vorbei an Meran führt der Weg an der Etsch entlang nach Eppan an der Weinstraße. Auch auf diesem Teilstück wandern wir meist auf sonnigen Hängen oberhalb des Talbodens. Vermutlich legten auch die Römer die Wege auf die sonnige Talseite, um nach dem Winter möglichst schnell schneefreie Straßen vorzufinden. Durch den bekannten Weinort Kaltern geht es nach Tramin an der Weinstraße. Nach Tramin überqueren wir die Etsch und wandern weiter entlang des östlichen Ufers nach Salurn.

Durch das Trentino führen die nächsten Etappen. Wieder auf der anderen Flusseite führt das Trekking nach Mezzocorona. Der einst wichtige Wegpunkt der Claudia Augusta lohnt auch heute einen Besuch. Sehenswert ist die Höhlenburg, das Castello di San Gottardo, welche in etwa einer halben Stunde erreicht werden kann. Der Wanderweg führt weiter über Mezzolombardo. Wieder auf den Osthängen oberhalb der Etsch führt die Wanderung vorbei an Trento.

Über eine Anhöhe geht es in das Valsugana. Wir erreichen Pergine Valsugana und schließlich den Lago di Levico. Vorbei am Kurort Levico Terme geht es nach Borgo Valsugna. Der Weg führt nun durch das Tesinotal nach Sovramonte. Wir erreichen schließlich das Feltrino mit dem Hauptort Feltro. Diese einst wichtige Stadt an der Via Claudia Augusta wartet heute mit dem sehenswerten Dom San Pietro auf. Auch die historische Oberstadt ist einen Besuch wert.

Wir überqueren den Piave und gelangen über einen letzten Pass nach Castelbrando. Das mittelalterliche Schloss liegt auf einer Höhe von 370 m. Einst wurde hier eine Festung von den Römern errichtet, um die Handelsstraßen über die Alpen zu überwachen. Im späten Mittelalter gehörte die Festung zu Venedig. Heute beherbergt das Schloss ein Hotel, ein Museum sowie ein Theater.

Die beste Jahreszeit für eine Begehung dieses Fernwanderwegs reicht von April bis November, wobei man die Schneelage auf Fern- und Reschenpass beachten muss. Insbesondere auf den Abschnitten im Vinschgau und entlang der Etsch sollte man allerdings die Monate Juli und August eher meiden. Im Juni und September ist die Hitze dort bereits viel erträglicher.

 

 

 

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