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Der europäische Fernwanderweg E6

     
           
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Der E6 führt durch 9 Länder von Finnland in die Türkei. Von den geplanten 8000 Km sind zur Zeit leider erst ca. 5200 Km markiert und beschrieben. Über den momentanen Beginn des E6 herrschen unterschiedliche Meinungen, am meisten wird jedoch Norrtälje in Uppland (Schweden) genannt. Von Norrtälje aus geht der Weg ohne nennenswerte Steigungen durch Mittelschweden und erschließt die Agrarregionen von Südschweden bis nach Malmö, wo der E6 nach Dänemark übersetzt.

In Dänemark ist der E6 leider gar nicht oder nur sehr lückenhaft markiert, der Streckenverlauf soll aber in Zukunft von Helsingor nach Kopenhagen und über Roskilde,Korsör und Faaborg bis Padborg führen, wo die deutsche Grenze überquert wird. In Deutschland geht es zuerst Richtung Kiel und danach Braunschweig, im Harz warten seit langer Zeit die ersten Steigungen auf den Wanderer. Durch Nordessen führt der Weg nun in Richtung Rhön und dort über die Wasserkuppe nach dem Fichtelgebirge.

Nachdem der E6 in seinem bisherigen Verlauf der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze folgte, geht es nun entlang der tcheschischen Grenze und auf einer Nebenstrecke über den großen Arber bis nach Bayerisch Eisenstein. Eine andere Nebenstrecke verlässt die deutschen Mittelgebirge über den Dreisselberg. In Tschechien verläuft der E6 entlang des südlichen Fichtelgebirges nach Cheb an der Eger und vorbei an Pilsen geht es entlang der deutschen Grenze nach Bayerisch Eisenstein, wo sich die Nebenstrecke wieder mit der Hauptstrecke vereinigt.

Im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Österreich überschreitet der E6 die österreichische Grenze und geht von da ab nach Osten über den Nordwaldkammweg und den Böhmerwald bis zum Nebelstein. Gemeinsam mit dem Nord-Süd-Weitwanderweg führt der E6 durch den Naturpark Jauerling und über die Donau in den Naturpark Ötscher Tormäuer. Hinter dem Wallfahrtsort Mariazell ändert sich der Schwierigkeitsgrad der Wanderung und die Bergrouten sind nun teilweise anspruchsvoll.

Über die hohe Veitsch führt der E6 zum Seebergsattel, zum Hochschwab und in die Reichensteiner Alpen. Richtung Slowenien geht es nun auf die Fensteralpe, sowie die Koralpe und am Grenzort Eibiswald verlässt der E6 die Republik Österreich. In Slowenien verläuft der Fernwanderweg zuerst durch das Poherje Gebirge und entlang der Kamnisko-Savinjske Alpe, sowie an der Hauptstadt Ljubljana vorbei in Richtung Kroatien. Eine schwere Tour führt nun über die Berge des Kravas bis in den Hafenort Piran.

Der E6 soll in nicht allzu ferner Zeit die Länder Slowenien und Griechenland auf einer Route entlang der Adriaküste verbinden. Aber auch in Griechenland ist nur eine sehr rudimentäre Markierung des E6 vorhanden. Der Wegverlauf durch Griechenland führt von der Hafenstadt Igoumenítsa über die Ausläfer des Pindos und das südliche Pindos Gebirge nach Westmakedonien. Entlang der bulgarischen Grenze geht es durch das Falakron Gebirge. Über den Fluss Nestos und die Ebenen von Xanthi und Komotini führt der E6 nach den Hügeln der Kara Oglani an die Mittelmeerküste und schließlich zu seinem vorläufigen Ende in Alexandroupolis.

 
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