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Wandern auf Sardinien

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Ein alter auf Sardinien verbreiteter Mythos besagt, dass Gott bei der Erschaffung der Welt zum Schluss nur noch wenige Felsbrocken zur Verfügung hatte, die er dann ins Meer warf und mit dem Fuß festtrat. So erklärt man sich auch die Inselform, die stark an einen Fußabdruck erinnert. Dank der Schöpfung erwuchsen hier äußerst abwechslungsreiche Landschaften, die ein Paradies für Natur liebende Menschen darstellen und Wandern auf höchstem Niveau möglich machen. Die Landschaftsstruktur Sardiniens präsentiert sich jedoch auf großen Flächen steinig und felsig. Majestätische Tafelberge und eindrucksvolle Vulkankegel, die sich aus weiten Ebenen erheben, laden zum Bergwandern ein, verlangen passionierten Wanderern aber ein gewisses Maß an Kondition ab. Die Hauptstadt Cagliari liegt im Süden der Insel und hat rund 160.000 Einwohner. Sehenswert ist die Altstadt, die auf einer Hügelspitze erbaut wurde und einen fantastischen Ausblick über den Golf von Cagliari bereithält.

Beim Wandern auf Sardinien erschließen sich dem Aktivurlauber gleich mehrere, beeindruckende Gebirgszüge. Einer davon ist der Supramonte an der Ostküste der Insel, der das zweithöchste Gebirge Sardiniens darstellt und mit kalkweißen Granitwänden besticht. Auf einer Höhe von rund 1.300 Metern, im größten Steineichenwald der Insel, befinden sich eine Herberge und ein Zeltplatz, die als idealer Ausgangspunkt für Wandertouren gelten. Das Highlight dieser Region und häufigstes Wanderziel ist die Schlucht Gola Gorroppu, die zu den größten Schluchten Europas gehört. Oberflächenwasser sucht man in diesem Gebiet vergebens, denn das poröse Kalkgestein ist wasserdurchlässig und sammelt es in riesigen, unterirdischen Stauseen. Im Supramonte-Gebirge sind zahlreiche Tierarten, wie das Mufflon, der Baummarder oder der Königsadler beheimatet, die mit etwas Glück sogar bei einer Wanderung beobachtet werden können.

Mehrtägige Wandertouren durch die unverfälschte Wildnis Sardiniens sind im Gennargentu-Gebirge möglich. Umgeben von ungewohnter Stille, die höchstens vom Röhren eines Hirsches oder Kreischen eines Falken gestört wird, kann der Wanderer sich voll und ganz auf die einzigartige Natur einlassen und eine wunderbare Pflanzenwelt mit Oleander, Korkeichen und Erdbeerbäumen auf sich wirken lassen. Neben zahlreichen Grotten und Höhlen, gibt es auch sehenswerte Ortschaften, wie zum Beispiel San Teodoro an der Ostküste, auf Sardinien zu entdecken. Von einem kleinen Fischerdorf hat sich es zu einem attraktiven Urlaubsort entwickelt, der mit herrlichen Stränden lockt. Nicht zu vergessen, die Costa Smeralda, die von unzähligen Touristen frequentiert wird und idyllische, von bizarren Felsformationen umgebene Buchten zu bieten hat.

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