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Die 10 schönsten Wanderungen in den Alpen: Gipfelstürmer voraus!

Hohe Gipfel, verträumte Täler, saftige Almwiesen, glasklare Bergsseen und rauschende Bäche: Wanderungen in den Alpen bieten eine Fülle an einzigartigen Landschaftserlebnissen. Für Wanderreisen erfreut sich das Hochgebirge in Mitteleuropa deshalb enormer Beliebtheit. Aufgrund der klimatischen Bedingungen mit reichlich Schnee im Winter beschränkt sich die Wandersaison in den Alpen auf die Zeit von Frühling bis Herbst, in einigen hochgelegenen Regionen taut es sogar erst im Mai oder Juni.

Doch auch, wenn der Ansturm an Wanderfreunden, die alpine Wanderrouten bevorzugen, in der warmen Jahreszeit gewissermaßen geballt in den Alpen stattfindet, so bietet die weitläufige Region dennoch genügend Platz für alle. Auch auf populären Alpen-Routen kann man deshalb Ruhe und innere Einkehr beim Wandern finden. Und wenn man versteckte Highlights und Geheimtipps kennt, lässt sich eine Wanderreise in die Alpen auch in der Hochsaison richtig genießen.

Wir haben die 10 schönsten Wanderungen in der Region zusammengestellt – die ihrerseits natürlich nur einen kleinen Ausschnitt dessen repräsentieren, was die Alpen für Wanderurlauber alles zu bieten haben.

1. Vom Allgäu nach Südtirol: Alpen-Wandern auf dem E5 von Oberstdorf nach Meran

Durch drei Länder führt die Wanderung mit Alpenüberquerung auf dem E5: vom Allgäu in Deutschland über Österreich bis nach Italien. Als Teil des Europäischen Fernwanderweges E5 ist diese Route äußerst beliebt, sollte jedoch nur von Wanderurlaubern mit alpiner Erfahrung und entsprechender Ausrüstung in Angriff genommen werden. Denn selbst wenn es im Tal schon sommerlich ist, können auf einigen der höher gelegenen Abschnitte dieser Wanderung durchaus noch Schnee und Eis das Vorankommen bei dieser Wanderreise erschweren.

Die Wanderroute von Oberstdorf bis nach Meran läuft über 170 Kilometer Wegstrecke. In der Regel benötigen passionierte Wanderer dafür rund sechs Etappen. Man sollte sich bewusst sein, dass auf der kompletten Strecke rund 8.000 Meter im Auf- und 9.000 Meter im Abstieg zu meistern sind. Belohnt wird man für die nicht ganz unanstrengende Wanderung mit grandiosen Ausblicken von den Alpengipfeln und entspannten Touren-Abschnitten in lauschigen Alpentälern. Übernachtet wird bei dieser Wanderung in den Höhenlagen der Alpen in klassischen Wanderhütten. Am Ziel in Meran winkt zur Belohnung für die gelungene Alpenüberquerung der ein oder andere lokale Wein, für den die Region überregional bekannt ist.


2. Wunderschönes Allgäu: auf dem Maximiliansweg durch die Alpen wandern

Vom Bodensee bis zum Foggensee führt die Wanderung auf dem Maximiliansweg – immer genau an der Grenze zwischen Österreich und Bayern entlang. Immerhin ca. 360 Kilometer Länge umfasst dieser Fernwanderweg, der von Lindau am Bodensee bis nach Berchtesgaden führt. Benannt ist diese Alpen-Wanderung nach dem bayerischen König Maximilian II, der vor mehr als 160 Jahren diese Strecke gelaufen ist, um aus erster Hand die Natur und die Menschen in seinem Königreich kennen zu lernen. Aus diesem Grund wird beim Maximiliansweg heute oft auch von einem „königlichen Wandererlebnis“ gesprochen.

Speziell mit Blick auf die landschaftlichen Schönheiten ist diese Einschätzung auch durchaus berechtigt. Gipfelüberquerungen sorgen für grandiose Ausblicke über die Alpen, das Wandern in schattigen Tälern entlang mächtiger Bergflanken bietet willkommene Ruhe und auf den Streckenabschnitten, die über saftige Talwiesen verlaufen, finden sich Wanderurlauber förmlich im Postkartenidyll klassischer Alpen-Ferien wieder. Da auf der Route auch einige starke Anstiege zu meistern sind, sollten sich allerdings nur Wanderer mit guter Kondition auf den Maximiliansweg begeben. Alternativ können Gelegenheits-Wanderfreunde bei dieser Wanderung in den Alpen die besonders anspruchsvollen Etappen auch auslassen.


3. Komfort-Wandern in den Alpen: die Via Alpina Cultura

Alpine Wanderrouten, die sich auch für Gelegenheitswanderer eignen: Dafür steht die Via Alpina Cultura. Sie verbindet fünf internationale Wanderwege, führt durch acht Länder und umfasst in ihrer Gänze mehr als 5.000 Kilometer Wegstrecke. Sie komplett abzulaufen, könnte man sich also getrost als Lebensaufgabe setzen. Sich beim Wandern das einzigartige Natur- und Kulturerbe der Alpen zu erschließen, ist aber natürlich auch auf einzelnen Etappen der Via Alpina möglich.

Um das für Wanderreisende aus der ganzen Welt so komfortabel wie möglich zu machen, gibt es zahlreiche hochwertige Unterkünfte und kulturelle Angebote rund um dieses Netz an Fernwanderwegen. Generell gelten alle Strecken auf der Via Alpina als technisch nicht besonders anspruchsvoll und sind deshalb für Wanderer aller Kaliber gedacht. Allerdings beschränkt sich die Saison für Wanderungen auf den meisten Streckenabschnitten auf die schneefreie Zeit von Juni bis Oktober. Vor allem auf der südlichen Via Alpina gibt es allerdings Abschnitte, die auch im Winter gut zu begehen sind.


4. Dolomiten-Wanderung auf dem Alta Via 1

Der Alta Via 1, der Dolomiten-Höhenwanderweg, zählt zu den absoluten Klassikern unter den Fernwanderwegen in den Alpen. In den italienischen Alpen wandert man meist in großer Höhe, erklimmt steile Gipfel und rastet an malerischen Bergseen im Hochgebirge. Geeignet ist das Alpen-Wandern auf dem Alta Via 1 allerdings nur für erfahrene Wanderer, die sich mit Kompass und Wanderkarte orientieren und auch mit Wetterwechseln gut umgehen können.

Fitness und eine gute Kondition sind ebenfalls wichtig, um beim Wandern auf dem Dolomiten-Höhenwanderweg mitzuhalten und die Wanderreise zu genießen. Zur Grundausstattung gehören bei dieser alpinen Tour unbedingt die Wanderstöcke. Übernachtet wird in urigen Berghütten. Ideal ist die Wanderung auf dem Alta Via 1 für alle Trekking-Urlauber, die authentische Wandererlebnisse und raue Berge suchen und die notwendige Ausstattung und Kondition mitbringen.


5. Alpines Wandern auf dem Mont Blanc Rundweg

Höhenwanderwege gibt es in den Alpen reichlich. Aber wohl kaum eine Tour ist so aussichtsreich, im wahrsten Sinne des Wortes, wie die Rundwanderung um den Mont Blanc. Der höchste Gipfel der Alpen ist das ideale Ziel für eine Wanderreise mit alpinen Tagesrouten. Auf der Tour du Mont Blanc, die durch die Schweiz, Frankreich und Italien führt, umrundet man in ca. sieben Tagesetappen das Mont Blanc-Massiv einmal komplett.

Der majestätische Gipfel thront dabei stets weit oben über der Wanderstrecke. Gelaufen wird in Höhenlagen zwischen 1.500 und 2.600 Metern, täglich gilt es ca. 700 bis 2.200 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu überwinden. Wer das Wandern unter hochalpinen Bedingungen schätzt, kommt am Mont Blanc voll auf seine Kosten – und hat auf der gesamten Wanderroute einen herrlichen Ausblick auf die Schönheit der Alpengipfel.


6. Entlang uralter Wasserwege: Wandern an den Waalwegen in Südtirol

Wanderungen in den Alpen sind durchaus auch für Familien und Trekkingfans geeignet, die nur ab und zu eine Tour unternehmen. Für diese Zielgruppe eignet sich speziell das Wandern entlang der Waalwege in Südtirol hervorragend. Waale, das sind Bewässerungskanäle, die noch aus mittelalterlichen Zeiten stammen. Und die Waalwege, die sich direkt an den Kanälen entlang schlängeln, dienten damals zur Wartung und Instandhaltung dieser Wassergräben.

Die über viele Kilometer verlaufenden Kanäle machten damals die Bewässerung karger Regionen in Südtirol möglich – und bieten heute die ideale Kulisse für entspannte Wanderungen in den Alpen. Zwar sind inzwischen einige der Tiroler Waale ausgetrocknet oder wurden unterirdisch in Rohre geleitet. Die Waalwege jedoch sind weiterhin erhalten und zählen heute zu den beliebtesten Wanderwegen der Region. Da die Wege sehr einfach zu begehen sind und nur wenige Höhenunterschiede aufweisen, sind sie ideal für Familienwanderungen – oder auch als entspannende Zwischenetappe bei alpinen Wanderreisen.
 

 


7. Walserweg: Wo sich beim Wandern in den Alpen Natur und Kultur vereinen

Auf den Spuren der Walser, den frühen Siedlern im Alpenraum, kann man in Graubünden auf dem rund 300 Kilometer langen Walserweg entspannt wandern. Mit Start im Dorf San Bernadino geht es einerseits durch interessante Kulturlandschaften mit langer Historie und andererseits durch imposante, wilde Naturlandschaften. Glasklare Bergseen wechseln sich ab mit kulturellen Highlights wie den Walserstreusiedlungen.

Das Ziel der Wanderung auf dem Walserweg ist Brand in Österreich. Wer den kompletten Weg erwandern möchte, sollte mindestens 19 Tagesetappen einplanen. Geeignet ist diese Route auch für Gelegenheitswanderer, hat aber hier und da aufgrund häufiger Passüberquerungen durchaus auch anspruchsvolle Passagen. Eine gute Kondition sollten Wanderurlauber für den Walserweg deshalb auf jeden Fall mitbringen.


8. Traumpfade einschlagen mit der Alpenüberquerung von München nach Venedig

Von Bayern mal eben bis nach Norditalien laufen? Kein Problem auf dem 550 Kilometer langen Fernwanderweg von München nach Venedig. Allerdings könnten ungeübte Wanderer an den Anforderungen scheitern: Denn dieser Weg führt über die Alpen und bringt deshalb gut 20.000 Höhenmeter mit, die auf der Gesamtstrecke bewältigt werden müssen. Wer sich jedoch fit genug fühlt für ein ständiges Auf und Ab beim Wandern und ausreichend Zeit für eine ausgedehnte Wanderreise hat, der kann bei dieser Route zahlreiche einzigartige Erfahrungen und Eindrücke sammeln.

Ob Voralpen, Karwendelgebirge, Zillertaler Alpen, Zentralgebirge oder Süddolomiten: Die landschaftliche Vielfalt auf diesem Fernwanderweg ist riesig – und die Ausblicke auf weiten Teilen der Strecke wahrhaft atemberaubend. Nicht umsonst gilt die Alpenüberquerung von München nach Venedig schließlich als einer der Traumpfade für passionierte Wanderfreunde.


9. Sportlich oder entspannt wandern auf dem Lechweg

Für Naturfans ist der Lechweg eine der beliebtesten Destination für Wanderungen in den Alpen. Man erwandert sich dabei den gesamten Weg von der Quelle bis zum Lechfall – und der führt durch urwüchsige Natur und eine der schönsten Wildflusslandschaften in Europa. Insgesamt umfasst der Lechweg 125 Kilometer Strecke. Er beginnt bei der Quelle des Lech am Formarinsee im Vorarlberg in Österreich. Ziel ist der Lechfall bei Füssen im Allgäu.

Das schöne am Lechweg: Er bietet verschiedene Etappen-Möglichkeiten, um Wanderern aller Coleur und Fitnesslevel gerecht zu werden. Wer es besonders anspruchsvoll und sportlich mag, kann den Weg in sieben Etappen laufen, etwas moderater ist die Streckenführung bei neun Etappen – und am entspanntesten läuft man den Lechweg, wenn man ihn in elf Etappen geht. Höhepunkte auf der Strecke sind unter anderem eindrucksvolle Schluchten, herrliche, malerische Almwiesen sowie natürlich der tolle Blick auf Schloss Neuschwanstein.


10. Höhenwanderung nach Südtirol: Unterwegs auf dem Tirolerweg

Von Garmisch oder Innsbruck aus bis nach Sterzing wandern: das ist möglich dank des Tirolerwegs in den österreichischen Alpen. Der Fernwanderweg gilt als anspruchsvolle Wanderroute, weil er alpine Wanderbedingungen bietet und zum hauptsächlichen Teil in großen Höhen verläuft. Speziell der erste Teil, von Garmisch nach Innsbruck, hält einige Herausforderungen bereit – hat jedoch auch zahlreiche Highlights zu bieten.

Dazu zählen zum Beispiel die Höllentalklamm und die Partnachklamm, die allen Fans von Schluchtenwanderungen ein Begriff sein dürften. Außerdem überquert man das Karwendelgebirge über mehrere Pässe und genießt dabei großartige Ausblicke auf einzigartige Alpenlandschaften. Die Passage des Tirolerwegs von Innsbruck bis Sterzing gilt als etwas moderater. Man ist allerdings dennoch meist in gut 2.000 Metern Höhe unterwegs. Vor allem unter den Fans naturnaher Wanderungen in den Alpen erfreut sich der Tirolerweg mit seinen wildromantischen Kulissen wachsender Begeisterung.


Organisierte Wanderungen in den Alpen:

Angesichts der Vielzahl an Möglichkeiten, die das Wandern in den Alpen bietet, stellt nicht nur die Auswahl der Ziele und Routen für eine Wanderreise eine Herausforderung dar. Auch die Organisation einer solchen Reise ist recht aufwendig und umfasst neben der Routenplanung auch das Vorausbuchen von Übernachtungen und das Organisieren von Transfers. Wer sich diesen Aufwand ersparen möchte, kann zu professionell geplanten und organisierten Wanderreisen greifen.

Von A bis Z ist dabei alles durchgeplant – inklusive Gepäcktransfer, so dass man auch bei mehrtägigen Etappenwanderungen nur mit Tagesgepäck unterwegs sein kann. Speziell bei Wanderungen in den Alpen ist das oft sehr hilfreich, weil man bei den steilen Auf- und Abstiegen dadurch nicht das komplette Urlaubsgepäck mitschleppen muss.

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