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Pilgern auf der Via Francigena - von Canterbury nach Rom

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Für viele Pilger ist die Via Francigena ein Begriff, jedoch denken die meisten Wanderer beim Pilgern zuerst an den viel bekannteren Jakobsweg – auch Camino Francés genannt. Die Via Francigena ist einer der ältesten Pilgerwege, welcher bereits im 9.Jh vom Bischof von Canterbury in England auf seinem Weg zum Grab der Heiligen Apostel Petrus und Paulus nach Rom gelaufen wurde. Der Weg wird auch als Frankenweg bezeichnet, da er einmal quer durch das damalige Frankenreich führte – heute Frankreich & Schweiz sowie ein Teil Italiens.

Start des Weges ist in Canterbury in England. Von dort aus geht es über Calais nach Reims in Frankreich und weiter nach Lausanne in die Schweiz. Der St. Bernhard Pass ist die höchste Erhebung des Weges und von dort aus geht es in Richtigung Italien. Vom Aostatal führt der Weg weiter Richtung Toskana entlang der sog. Römerstraße von Lucca nach Siena und weiter Richting Süden durch das Latium zum Sitz der katholischen Kirche – Rom. Der Weg wird in bis zu 100 Etappen unterteilt, wobei viele den Weg in 2 längeren Abschnitten laufen. Der erste Abschnitt geht vom Startpunkt in Calais bis in die Schweiz. Von dort aus starten viele Pilger bis zum Ziel nach Rom.

Natürlich kann man den Weg auch auf viele kürzere Etappen unterteilen, wenn nicht so viel Zeit besteht. In den 90er Jahren wurde die Via Francigena aufgrund des Booms, welcher der Jakobsweg erzeugte, erstmals wieder als Alternative dazu revitalisiert. Was für den Jakobsweg die gelbe Muschel ist, ist für die Via Francigena der Pilger. Ein Wegweiser, welcher sich in verschiedenen Farben – machmal gelb oder auch schwarz auf rot-weiß-rotem Hintergrund – finden lässt. Wer auf der Via Francigena läuft, braucht einen Wander- oder Pilgerführer, da der Weg nicht so bekannt ist und daher machmal eine Beschilderung fehlt. Jedoch lohnt es sich aufgrund der langen Geschichte und der Landschaften, durch die er führt, auf jeden Fall, eine Pilgerreise darauf zu unternehmen.

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