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Schneeschuhtouren: Winterurlaub auf die etwas andere Art!

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Ein Winterurlaub kann auf unterschiedlichste Art gestaltet werden. Die einen lieben es, einen Berg auf Skiern in rasantem Tempo herunter zu jagen, die anderen lassen es ruhiger angehen und genießen die weiße Winterpracht im Rahmen erholsamer Schneeschuhtouren. Natürlich schließt das eine das andere nicht aus, dennoch hat sich das Schneeschuhwandern in den letzten Jahren zu einer beliebten Wintersportart entwickelt.

Je nach Urlaubsregion bietet sich dem Aktivurlauber von der erholsamen Tour im Flachland bis hin zur hochalpinen Tour alles, was das Wintersportler-Herz begehrt. Ausgerüstet mit Schneeschuhen, die den jeweiligen Anforderungen entsprechen, und idealerweise zwei Skistöcken steht erlebnisreichen Schneeschuhtouren durch abwechslungsreiches Gelände nichts mehr im Wege. Vielerorts werden auch geführte Schneeschuhtouren angeboten.

Eine beliebte Destination für ausgedehnte Schneeschuhtouren ist Oberstdorf in den Allgäuer Alpen. Der heilklimatische Kneippkurort hält auf einer Gesamtfläche von 230 Quadratkilometern gleich mehrere Wintersportgebiete bereit. Am Nebelhorn, Fellhorn/Kanzelwand und dem Söllereck erwarten den Urlauber bestens präparierte Pisten, ein Eisstadion, Langlaufloipen und facettenreiche Natur, die sich wunderbar zum Schneeschuhwandern eignet.

Ein ideales Terrain für hochalpine Schneeschuhtouren sind die Alpen, die nicht nur herrliche Aussichten, sondern auch Routen jeder Schwierigkeitsstufe bieten. Die Hochtour zur Gemsspitze führt den Schneeschuhwanderer durch die kontrastreiche Bergwelt der Silvretta in Österreich. Innerhalb von sechs Stunden Wanderzeit geht es hinauf auf bis zu 3.048 Höhenmeter. Für passionierte Winterwanderer sicher ein unvergessliches Bergerlebnis.

Die Schneeschuhtour zum Jägerkamp entführt den Aktivurlauber in die faszinierende Bergkulisse der Bayerischen Voralpen auf 1.746 Höhenmetern. Die Tour, die rund fünfeinhalb Stunden beansprucht, wird als einfach eingestuft und ist somit auch für Anfänger geeignet. Dem Urlauber bieten sich also zahlreiche Möglichkeiten, attraktive Wintersportgebiete im Rahmen erholsamer Schneeschuhtouren zu erkunden.

 

Mehr über Schneeschuhtouren:

Was ist Schneeschuhwandern?

Auch mit normalen Wanderschuhen kann man auf geräumten Wegen Winterwandern. Für eine Winterwanderung in tiefem Schnee sind jedoch Schneeschuhe nötig, da diese dort mehr Halt bieten. Das Schneeschuhwandern ist sehr einfach zu erlernen. Eigentlich funktioniert es wie normales Wandern, man gewöhnt sich sehr schnell an die Schneeschuhe. Jeder, der Wandern kann, kann auch Schneeschuhgehen.

Geschichte des Schneeschuhwanderns
Der genaue Ursprung der Schneeschuhe ist nicht bekannt. In schneereichen Gebieten werden Schneeschuhe aber bereits seit langer Zeit verwendet. Der griechische Philosoph Strabon beschrieb im ersten Jahrhundert eine Art Schneeschuhe, die im Kaukasus zum Einsatz kam. Auch die Nomaden aus Skandinavien und Nordamerika benutzten Schneeschuhe zur Fortbewegung. Sie waren meist aus Leder und Holz gefertigt und zum Teil mehr als anderthalb Meter lang. In letzter Zeit hat sich Schneeschuhwandern zu einer beliebten Freizeitaktivität im Winter entwickelt. Schneeschuhe werden auch von Snowboardern zum Aufstieg benutzt, um anschließend durch den Tiefschnee abzufahren.

Ein Überblick über verschiedene Schneeschuhe
Die Auswahl an Schneeschuhen ist unübersichtlich groß. Man kann sie aber in drei Klassen einteilen, die Originals, Classics und Moderns. Die Originals bestehen aus einem mit Leder bespannten Holzrahmen. Classics bestehen aus einem mit Kunststoff bespanntem Alurahmen, wohingegen Moderns aus flexiblem Kunststoff mit Riemenbindungen bestehen. Die Classics eignen sich universell zum gemütlichen Schneeschuhwandern, die Moderns sind hingegen eher für den alpinen Einsatz ausgelegt. Sie bieten einen besseren Halt an steilen Hängen, sind dafür nicht ganz so komfortabel. Moderns sind aufgrund ihrer kleineren Ausmaße leichter am Rucksack zu befestigen. Dafür sinken die Classics wegen der größeren Fläche in tiefem Schnee weniger ein. Eventuell sollte man vor dem Kauf erst einmal Schneeschuhe leihen, um die passenden zu finden. In guten Sportgeschäften oder beim Alpenverein gibt es oft Schneeschuhe zum leihen. Auch bei geführten Schneeschuhwanderungen werden oft Schneeschuhe zur Verfügung gestellt. Für ein Paar Schneeschuhe kann man je nach Einsatzzweck zwischen 100 und 250 Euro veranschlagen.

Ausrüstung für Schneeschuhwanderungen
Stöcke sind bei Schneeschuhwanderungen sehr zu empfehlen. Mit ihnen kann man sich kraft sparender fortbewegen. Außerdem können sie ein Ausrutschen und Stürzen verhindern. Es eignen sich Ski- oder Wanderstöcke zum Schneeschuhgehen. Wichtig sind große Ski- oder Tiefschneeteller, um ein Einsinken der Stöcke zu vermeiden. Als zusätzliche Ausrüstung sollte man einen Rucksack mit Befestigungsmöglichkeit für die Schneeschuhe dabei haben, wenn man mal auf geräumten Wegen unterwegs ist. Außerdem sollte man eine Sonnenbrille mitnehmen, an Sonnencreme denken und natürlich Mütze und Handschuhe nicht vergessen. Ansonsten genügt eine warme Wanderbekleidung fürs Schneeschuhwandern.
Als Schuhe für Schneeschuhe eignen sich alle festen Wanderschuhe. Sie sollten über eine steife Sohle verfügen und wasserdicht sein. Spezielle Winterwanderschuhe sind meist noch besser gegen Wasser und Schnee isoliert und sind außerdem wärmer. Bei extremen Touren können auch Plastikschalenschuhe als Schuhe für Schneeschuhe zum Einsatz kommen, die besonders gut vor Nässe schützen. Gamaschen können darüber hinaus vor der Witterung schützen.

Lawinengefahr
Im winterlichen Gebirge ist die Lawinengefahr nicht zu unterschätzen. Auf geräumten oder gespurten Winterwanderwegen ist meist keine Gefahr zu befürchten, da diese von den örtlichen Lawinenkommissionen überprüft werden. Sobald man jedoch abseits der Wege unterwegs ist, sollte man auf die Lawinengefahr achten. Eine erste Auskunft über die Lawinengefahr bietet der Lawinenlagebericht oder das Lawinenbulletin in der Schweiz. Für den groben Überblick wird die Lawinengefahr in fünf Stufen eingeteilt, von gering bis sehr groß. Bei den Gefahrenstufen 1 und 2 sind die meisten Schneeschuhtouren ungefährlich. Bereits ab Stufe 3, erheblicher Lawinengefahr, sollte man nur mit Erfahrung abseits der Wege Schneeschuhwandern. Der Lawinenlagebericht gibt darüber hinaus genauere Informationen, an welchen Stellen im Gelände die Lawinengefahr besonders hoch ist. Auch über den tageszeitlichen Verlauf der Lawinengefahr wird Auskunft gegeben.

Auch in weniger steilem Gelände können bei Lawinengefahr Lawinen abgehen. Auch bereits sehr kleine Lawinen können fatale Auswirkungen haben, denn der Schnee ist oft schwer. Kommt man in eine Lawine, sinken die Überlebensraten bereits nach 15 Minuten drastisch. Daher sollte die Kameradenrettung geübt werden. Aus diesem Grund sollte man auch nie alleine abseits der ausgewiesenen Schneeschuhrouten unterwegs sein.

Auf alpinen Schneeschuhtouren ist das Mitführen einer kompletten Lawinenausrüstung ratsam. Diese besteht aus einem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS). Mit dem LVS kann man Verschüttete orten, sofern diese selbst ein LVS bei sich tragen. Mit einer Lawinensonde kann man den Verschütteten genau lokalisieren und anschließend mit einer Lawinenschaufel ausgraben. Dies sollte natürlich nicht nötig sein, wenn man die Touren der Lawinengefahr anpasst, da man dann hoffentlich nicht verschüttet wird. Der richtige Umgang mit dem LVS sowie Schaufel und Sonde soll vor der Tour am besten in einem Kurs geübt werden. Ist man sich unsicher, sollte man abseits der ausgewiesenen Schneeschuhtouren nur mit einem erfahrenen Führer unterwegs sein.

Wo kann man Schneeschuhwandern?

Bayerische Alpen

Die Bayerischen Alpen bieten eine Vielzahl an Schneeschuhtouren. Sowohl für Einsteiger als auch für Erfahrene finden sich dort interessante Tourenmöglichkeiten.

Hoher Kranzberg
Der Hohe Kranzberg ist in rund zwei Stunden von Mittenwald zu erreichen.
Schneeschuhe angeschnallt es geht von der Talstation der Kranzbergbahn  über verschneite Forststraßen zum Lautersee. Weiter führt uns der Weg, der meist gut gebahnt ist, auf den Gipfel. Vom Hohen Kranzberg bietet sich ein atemberaubender Rundumblick. Im Osten die Gipfel des Karwendelgebirges und der Wörner, im Westen das Wetterstein mit der Zugspitze. Zurück geht es dann direkt über verschiedene Waldwege oder mit der Seilbahn nach Mittenwald.

Lacherspitz
Die Lacherspitz ist ein aussichtsreicher Nachbargipfel des Wendelsteins. Der Aufstieg während dieser Schneeschuhtour führt von Brannenburg auf Waldwegen über die urige Mitteralm, die zu einer Rast einlädt, auf den Gipfel der Lacherspitz. Bei gutem Wetter reichen die Ausblicke bis zum Großglockner und Großvenediger. Für die Tour werden rund fünf Stunden benötigt.

 

Allgäu

Auch im Allgäu gibt es eine große Auswahl an Schneeschuhtouren. Von einfachen Touren bis zu alpinen Überschreitungen ist hier für jeden etwas dabei.

Überschreitung der Sonnenköpfe
Eine lohnende Tour ist die Überschreitung der Sonnenköpfe bei Oberstdorf. Die alpine Tour startet in Reichenbach und stellt mit acht Stunden Gehzeit Herausforderungen an die Kondition. Zunächst geht es auf einem Fahrweg hinauf zur Gaisalm. In freiem Gelände geht es hinauf zum Falkenjoch und über einen breiten Rücken auf den Schnippenkopf. Über einen ausgesetzten Grat geht es weiter Richtung Heidelbeerkopf. Auf dem steilen Grat ist auf Wechtenbildung zu achten. Steil geht es hinab zum nächsten Sattel und schließlich hinauf auf den Sonnenkopf. Über einen breiten Rücken geht es zum Hennemoos und zurück zur Gaisalpe und hinab nach Reichenbach.

Obere Lauchalpe
Eine mittelschwere Tour führt von der Bergstation der Hochgratbahn bei Oberstaufen auf einem Rundweg zur Oberen Lauchalpe. Für die Tour werden rund anderthalb Stunden benötigt. Von der Bergstation geht es zum Staufner Haus und entlang der Skipiste bergab zur Oberen Lauchalpe. Entlang der Seilbahn führt die Tour wieder zur Bergstation.

 

Schwarzwald

Auch die deutschen Mittelgebirge bieten eine große Auswahl an Schneeschuhtouren. Im Schwarzwald führen die Touren durch verschneite Wälder zu aussichtsreichen Gipfeln.

Feldberg
Für die Gipfeltour auf den Feldberg werden rund zwei Stunden benötigt. Sie ist viel begangen, aber durchaus anspruchsvoll. Vom Feldberger Hof geht es anfangs auf dem Winterwanderweg und schließlich durch den unverspurten Wald auf den Seebuck. Nun geht es hinunter zu einer Scharte und auf den höchsten Berg der deutschen Mittelgebirge, den 1493 m hohen Feldberg. Dieser bietet bei gutem Wetter eine ausgezeichnete Aussicht. Über die Todtnauer Hütte und den Panoramaweg geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Schneeschuh - Rundtour in Freudenstadt
Eine leichte, einstündige Rundtour gibt es bei Freudenstadt. Vom Skilift geht es zunächst durch den Wald und schließlich bergauf zur Landesstraße. Entlang des Rimbachs geht es über den Grenzweg zurück zum Ausgangspunkt. Diese Tour eignet sich gut für den Einstieg ins Schneeschuhwandern.

 

Bayerischer Wald

Der Bayrische Wald bietet eine Vielzahl an Schneeschuhwanderungen durch einen tief verschneiten Winterwald. Im Nationalpark Bayerischer Wald werden auch geführte Touren angeboten.

Dreisessel
Eine leichte Schneeschuhwanderung führt in rund drei Stunden auf den Dreisessel. Vom Parkplatz des Skilifts geht es zunächst entlang der Piste auf den Hochstein. Nach einer Einkehr im Gasthaus Dreisessel geht es wieder auf demselben Weg zurück. Da der Weg entlang der Skipiste verläuft, sollte unbedingt auf die Skifahrer Rücksicht genommen werden.

Österreich

In Österreich gibt es in fast jedem Wintersportort auch ein Angebot zum Schneeschuhwandern. Mit Schneeschuhen sind aber auch alpine Ziele wie der Similaun erreichbar, der im Winter sonst nur Skitourengehern vorbehalten ist.

Horamaisäß
Oberhalb von Schruns-Tschagguns im österreichischen Vorarlberg liegt die Alpe Bitschweil, die zu einer gemütlichen Einkehr einlädt. Die kaum begangene Tour führt zunächst auf Fahrwegen nach Mansaura und weiter zur Horamaisäß. Ausdauernde Schneeschuhwanderer können auch den Gipfel der Hora besteigen. Von der Horamaisäß geht es dann durch den tief verschneiten Wald zurück nach Bitschweil, wobei hier Orientierungsvermögen nötig ist. Der Abstieg durch den Wald ist auch im Sommer etwas versteckt, bei Schnee ist er noch schwerer zu finden.

Similaun
Vom Bergsteigerdorf Vent geht es über die Martin-Busch-Hütte zur Similaunhütte. Bis zur Martin-Busch-Hütte ist die Tour leicht, dann geht es über einen Gletscher. Die Hochtour erfordert alpine Erfahrung und Orientierungsvermögen auf dem spaltenreichen Gletscher. Der Gipfelanstieg ist flach und nur wenig ausgesetzt. Vom Similaun erwarten einen grandiose Ausblicke auf Ötztaler und Stubaier Alpen. Der Abstieg erfolgt entlang der Aufstiegsroute.

 

Italien/Südtirol

Auch das sonnige Südtirol bietet eine Reihe von Schneeschuhwanderungen. Hier erwarten einen Touren in allen Schwierigkeitsgraden mit zum Teil atemberaubenden Ausblicken auf die Dolomiten.

Seiser Alm
Europas größte Hochalm bietet eine Reihe verschiedener Schneeschuhtouren. Eine Tour verläuft von Kompatsch zur Arnika-Hütte. Von dort geht es über die großartige Hochebene zum Goller Kreuz und zu den Hexenbänken. Nun geht es hinauf zum Fillner Kreuz, das grandiose Aussichten auf die Dolomiten bietet. Entlang der Rodelbahn geht es zurück zum Ausgangspunkt.

 

Finnland

Auch in Finnland bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zum Schneeschuhgehen. Durch die verschneite Landschaft führen interessante Trails. Mit etwas Glück kann man auch das Polarlicht zu sehen bekommen. Es bieten sich Touren durch Lappland oder die Taiga in Ostfinnland an. Unter www.schulz-aktiv-reisen.de/Finnland-Schneeschuhwanderung-in-Ostfinnland… kann man eine einwöchige Tour durch die finnische Taiga buchen.

 

 

Wo kann man Schneeschuhtouren buchen?

Viele Fremdenverkehrsorte in Regionen, in  denen Schneeschuhwandern möglich ist, bieten  Tagesschneeschuhwanderungen an. Wichtig ist, dass Sie betreffend des Schwierigkeitsgrads
die für Sie passende Schneeschuhtour auswählen und sich –gerade am Anfang Ihre Kräfte
nicht überschätzen. In der Regel dauern die Schneewanderungen zwischen 4 und 8 Stunden und Sie können so bequem testen, ob Ihnen diese Art der Fortbewegung zusagt.

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