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Wandern mit Kindern: Der Leitfaden für spannende Stunden in der Natur

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  • Die besten deutschen Wanderrouten für Kinder
  • Alles rund um Ausrüstung, Verpflegung und Kleidung
  • So motiviert man Kinder für das Wandern

Vorwort

Mit Kinder das Wandern neu entdecken! Regelmäßig kontaktieren uns Wanderfreunde, um spezielle Empfehlungen für Reiseziele oder besondere Routen zu erhalten. Dabei beobachten wir, dass sich solche Anfragen in letzter Zeit sehr häufig auf das Thema Wandern mit Kind beziehen. Das Familienwandern interessiert mehr und mehr Wanderfreunde, und es ist auch für uns eine echte Herzensangelegenheit. Darum haben wir einen detaillierten Ratgeber für Sie verfasst, der wirklich alle Aspekte für eine gelungene Wanderung mit kleinen oder größeren Kindern abdeckt.

Der wichtigste Punkt dabei mag überraschen: Eine häufige Frage in vielen Mails oder Anrufen lautet, welche Wanderungen denn „Kinder konditionell schaffen“ könnten. Unsere Antwort hierauf lautet: „Diese Frage ist falsch gestellt!“

Denn beim Wandern mit Kindern geht es nicht so sehr darum, dass die jungen Mitwanderer weniger leistungsfähig sind. Vielmehr wandern Kindern einfach anders als Erwachsene. Kinder erleben ihre Umwelt viel unmittelbarer; wo die erwachsenen Wanderfreunde die Natur im Gesamterlebnis genießen, entdecken Kinder unterwegs in tausenden Aspekten der Natur kleine Abenteuer und spannende Forschungsaufträge. Dass dabei das Vorwärtskommen schon mal auf der Strecke bleibt, liegt weniger an mangelnder Leistungsfähigkeit, sondern schlicht an der Faszination am Detail des großen Ganzen, der Natur um uns herum.

Unsere Erfahrung aus vielen Wanderungen mit Familien und Kindergruppen zeigt: Das Erfolgsgeheimnis liegt daher nicht so sehr in den eher technischen Routenaspekten, sondern vielmehr in einem Wechsel der Perspektive: Wer bereit ist, dem unverstellten Blick der Kinder auf ihre direkte Umwelt zu folgen, wer sich von der jugendlichen Phantasie und Begeisterungsfähigkeit anstecken lässt, der wird die Natur ganz anders erleben.

Und darum bergen Wanderungen mit Kindern einen großen Schatz; die Möglichkeit, das Wandern ganz neu zu entdecken!

Ihr Horst Görtz

Wandern.de

Wandern mit der Familie – besondere Erinnerungen schaffen

Als geborene Abenteurer und Forscher sind Kinder begeisterte Wanderer. Neugierig und voller Enthusiasmus erobern sie fast jedes Gelände und zeigen dabei oft eine bemerkenswerte Ausdauer – viel mehr als manche Eltern vermuten würden. So gibt der Deutsche Alpenverein an, dass bereits Kindergartenkindern drei bis vier Stunden Gehzeit zugetraut werden kann und Schulkinder durchaus zu Tagestouren in der Lage sind.

Allerdings gehören schon ein paar Anreize und eine gute Planung dazu, damit aus einer Familienwanderung oder Gruppenwanderung mit Kindern ein tolles Erlebnis für alle Beteiligten wird. Mit einer guten Organisation und den in diesem Ratgeber aufgeführten Tricks klappt das aber garantiert!

Wandern mit Kinder

©Maygutyak/fotolia.com

Tolle Naturerlebnisse für die ganze Familie

Manche Eltern schrecken davor zurück, mit ihren (und befreundeten) Kindern größere Wanderungen zu unternehmen. Der Grund dafür sind vielleicht noch Erinnerungen an den letzten Familienspaziergang um den nächstgelegenen See, bei dem es zu nerviger Quengelei oder gar Streit kam. Das sollte aber nicht überbewertet werden, denn das Bekannte ist wenig attraktiv und ein Spaziergang wenig herausfordernd. Geht es dagegen darum, die Natur zu erkunden und Neues zu erleben, dann zeigen Kinder, dass sie die wahren Entdecker sind und den Erwachsenen ganz neue Sichten auf die Natur eröffnen können.

Kinder nehmen viel mehr wahr als Große und beobachten oft auch viel detaillierter, denn ihr Blick ist offener und weniger vorgeprägt. Suchen Sie einmal mit einem Kind einen Käfer, betrachten ihn kurz, und vergleichen Sie hinterher, was das Kind über ihn erzählen kann – und was Sie selbst. Sie werden überrascht sein!

Wenn Familienwanderungen also als gemeinsames Projekt verstanden werden, bei dem nicht nur „die Großen“ die Kleinen führen, sondern sich die Erwachsenen umgekehrt auch offen zeigen für den kindlichen Blick auf die Natur – dann halten solche Wanderungen ganz besondere Naturerlebnisse bereit und werden damit für alle Beteiligten mit großer Sicherheit zu bleibenden Erinnerungen.

Wandern mit Kindern

©Edler von Rabenstein/fotolia.com

 

Weg von Konsole & Co Kinder

sind heute einen großen Teil der Zeit mit elektronischen „Gadgets“ beschäftigt. Sie wachsen ganz selbstverständlich mit den Errungenschaften des Computerzeitalters auf und erwerben dabei schon früh bemerkenswerte Fähigkeiten. Das ist nichts, was man ablehnen sollte, denn es gehört zur heutigen (und noch mehr zur zukünftigen!) Lebensrealität. Doch bei dieser Alltagsgestaltung bleiben zwei Sachen auf der Strecke:

 

Sehr augenfällig ist, dass vielen Kindern selbst im höheren Alter heute viele ganz praktische Fertigkeiten fehlen, die früher schon jedes Grundschulkind beherrschte. Reifen flicken, ein Lagerfeuer aufschichten und entfachen, einen Ast zurechtschnitzen – das bekommen viele Kinder heute nicht mehr hin. Auch die grundlegende Orientierung, egal ob in Stadt oder in der Natur fällt vielen sehr schwer: Dies liegt nicht daran, dass heutige Kinder dümmer wären – es fehlen ihnen im durchorganisierten Alltag schlicht die Gelegenheiten, solche Fähigkeiten zu erlernen und zu trainieren.

Wandern mit Kindern

©photophonie/fotolia.com

 

Ist diese „Nebenwirkung“ von Konsole und Co. noch offensichtlich, so zeigt sich die zweite Folge der Technisierung subtiler: „Virtuell“ verbrachte Lebenszeit ist keine erlebte Lebenszeit! Man merkt es selbst, wenn man mal wieder viel länger am Computer „hängen geblieben“ ist als man vorhatte: Während bei normalen Tätigkeiten, sogar beim Lesen, die innere Uhr (mal genauer, mal ungenauer) „weitertickt“, bleibt sie beim Spielen oder Recherchieren am Computer praktisch stehen. Das zieht die verbreiteten Streitsituationen nach sich, „Mach' endlich die Kiste aus!“ - „Ich habe doch gerade erst angefangen...“. Schlimmer ist jedoch, dass am Ende eines Tages mit Gamepad oder Computer dem Kind das Gefühl abgeht, den Tag über etwas erlebt zu haben. Die entscheidende ErlebnisErinnerung „so war der Tag“ fehlt dann und so kann es auch keinen zufriedenen Tagesabschluss geben.

Darum ist es wichtig, Gegenimpulse zu setzen, Kindern Raum und Zeit zu geben, sich real auszutoben. Dies ist auch wichtig, um sie mit einem „Fundus an Optionen“ auszustatten. Denn man muss sich nicht wundern, dass Kinder den Hinweis „geh‘ mal raus, tu‘ mal was Schönes!“ mit ratlosem Schulterzucken quittieren, wenn sie nie kennengelernt haben, welche Möglichkeiten „die Welt da draußen“ ihnen bietet.

 

Raus aus dem hektischen Alltag

Natürlich ist es schwierig, in die Hektik des heutigen fordernden Alltags auch noch Naturerlebnis und Familienaktivitäten praktisch „nebenher“ hinein zu quetschen. Die Alternative sind gut geplante Wanderausflüge am (verlängerten) Wochenende oder eine organisierte Wandertour. Mittlerweile gibt es auch speziell auf Familien mit Kindern zugeschnittene und hervorragend organisierte Wanderreisen. Der Vorteil hierbei ist, dass kritische Punkte wie Übernachtungen & Verpflegung sowie Routenplanung und Gepäcktransport von vornherein gelöst sind und sich alle Teilnehmer komplett auf die Wanderung konzentrieren können.

Eltern und Kinder, die beispielsweise gemeinsam eine Alpenüberquerung zu Fuß erlebt haben, vergessen dies ihr Leben lang nicht mehr. Auf dem Weg ist endlich einmal richtig Zeit füreinander. Manche Eltern lernen ihre Kinder ganz anders kennen als im Alltag. Man redet über Dinge, über die man sonst nicht spricht und manches sonst eher bockig oder verschlossen erscheinende Kind öffnet sich plötzlich. So schweißt der gemeinsame Wandererfolg nicht nur zusammen, er führt zusammen mit der „Entschleunigung“ oft auch zu einem stärker wertschätzenden und fröhlicheren Umgang miteinander.

 

Routenplanung

„Ob eine Wanderung mit Kindern erfolgreich wird, hängt von einer guten Vorbereitung ab, vor allem aber davon, dass unterwegs etwas los ist – und dass mehrere Kinder dabei sind!“

Klaus Erber, Vorsitzender des Deutschen Wanderinstitut e.V. schöpft aus einer großen Erfahrung als Wanderführer für Kinder- und Jugendgruppen. Er weiß, dass für Kinderwanderungen nichts so wichtig ist wie Abwechslung: Unterwegs muss „etwas passieren“, nur dann ist es spannend unterwegs zu sein – Kinder wandern nicht um des Wanderns willen, sondern weil es ein Abenteuer ist, weil es Erlebnis ist.

Darum ist eine vorherige Routenplanung nicht nur wichtig, um im Vorhinein die Gehstrecken, geeignete Rastplätze und mögliche Ausstiegspunkte festzulegen. Besonderes Augenmerk sollte auch darauf gelegt werden, die speziell für Kinder spannenden Stellen zu finden und Routen zu wählen, die viel landschaftliche Abwechslung bieten, beispielsweise indem sie mehrfach zwischen Wald und offener Landschaft wechseln.

Eine Hilfestellung bei der Routenplanung für Famlienwanderungen ist es, bestens dokumentierte und geprüfte Wanderwege zu wählen. Ein Beispiel hierfür sind die „Premiumwanderwege“. Das Siegel „Premiumwanderweg“ wird vom Deutschen Wanderinstitut solchen Wander der gesamten Strecke sehr gut ausgebaut sind. Zudem weisen die Premiumwanderwege oft genau die Kriterien auf, die bei Kinderwanderungen wichtig sind, beispielsweise viele Einstiegs Ausstiegspunkte, gute Verteilung von Raststel Premiumwanderwege hervorragend dokumentiert, so dass es umfassendes Karten gibt. Dies erleichtert die bei Wanderungen mit Kindern oft umfangreiche und zeitintensive Vorplanung ungemein.

 

Sichere Wege

Um die Sicherheit auf den Wegen machen sich Eltern in der Regel größere Sorgen als tatsächlich notwendig ist. „Von Natur aus dappische Kinder gibt es nicht!“, formuliert es Klaus Erber vom Deutschen Wanderinstitut – und meint damit, dass Kinder eigentlich sehr gut die eigenen Fähigkeiten einschätzen können und in der Regel auch über ein gutes Körpergefühl verfügen. Übertriebene Ängstlichkeit der Eltern ist darum fehl am Platz, im Gegenteil führt sie bei Kindern oft dazu, dass diese zögerlich und unsicher werden, also eben doch „dappert“.

Natürlich wird man für Wanderungen mit Kindern keine Wege wählen, die an Steilhängen verlaufen: Weder sollte das Gelände unterhalb der Wege allzu steil abfallen und damit Absturzgefahr bergen, noch sollten über den Wegen Steilhänge aufragen, weil dann Steinschlaggefahr droht.

Allerdings: „Absolut“ abgesicherte Wanderwege zu finden, ist nicht nötig, vor allem aber auch gar nicht möglich: Zum einen gibt es gar keine „Wanderwege mit Kindersicherungen“, zum anderen sollte man Absperrungen und Sicherungseinrichtungen an Wegen stets mit einer gesunden Skepsis begegnen. Denn ob die Balken oder Gitter im Zweifelsfall tatsächlich halten, was sie versprechen, dafür gibt es keine Garantie: Geländer laden eventuell geradezu zum Anlehnen ein, jedoch könnten die Stützen morsch oder die Halterungsschrauben verrostet sein...

Die beste „Sicherheitseinrichtung“ ist daher die eigene Vorsicht. Kinder müssen lernen, selbst Verantwortung für die eigene Sicherheit zu übernehmen. Dazu gehört, sie in der Wahrnehmung von potentiellen Gefahren zu schulen, aber auch ihr Selbstvertrauen zu stärken. Einige generelle Sicherheitsregeln gehören dazu:

  1. Kinder nie vorauslaufen lassen - außer der Weg ist ganz genau bekannt und völlig ausgeschlossen, dass weiter vorn Gefahrenstellen auftauchen
  2. Es wird generell nicht gerannt!
  3. Während der Wanderung werden die Wege nicht verlassen.
  4. Vor anspruchsvolleren Wegstellen werden alle kurz versammelt die vor einem liegenden Schwierigkeiten werden genau benannt und alle zu besonderer Achtsamkeit und Konzentration für diesen Teil der Wegstrecke aufgerufen.

Damit diese Regeln gut eingehalten werden können, muss eine Familienwanderung ausreichend Gelegenheiten zum „Ausschwärmen und Erkunden“ bieten. Hier zeigt sich, wie wichtig gute Vorbereitung ist: Bei der Planung der Routenführung wird bereits darauf geachtet, dass es genügend ungefährliche und interessante Raststellen gibt, an denen die Kinder frei herumlaufen und spielen können.

 

Leichte Steigung

Steile Wege machen eine Wanderung anstrengend – das gilt nicht nur für Erwachsene, sondern natürlich ebenso für Kinder. Auch wenn für Kinder zu vorderst Abwechslung auf der Wunschliste steht: Bei Familienwanderungen sollten Wanderwege mit nur moderaten Steigungen gewählt werden.

Gerade für Ungeübte sind Steilabschnitte nicht nur besonders anstrengend, sie belasten auch den – bei Kindern noch nicht ausgereiften – Knochenbau und die Gelenke deutlich mehr als flache Wegstrecken (vor allem bergab!). Und schlappe, vielleicht sogar schmerzende Knie kann nun wirklich keine Familienwanderung gebrauchen! Hinzu kommt, dass Steigungen die Gehzeit verlängern. Man rechnet bei Erwachsenen „pi mal Daumen“ mit einer Gehzeit-Verlängerung um eine Stunde pro 300 Höhendifferenz. (Quelle: www.zeit.de/2012/30/Wanderweg-Zeitberechnung/seite-2)

Wandern mit Kindern

©Galyna Andrushko/fotolia.com

 

Vereinzelt darf dennoch auch einmal ein kurzer, steiler Abschnitt vorkommen. Hier gilt dann besondere Aufmerksamkeit und alle Wanderer gehen gemäß den Sicherheitsregeln gemeinsam beieinander, die Kinder in der Mitte des „Trosses“. Ist der Abschnitt geschafft, ist dies eine kleine Belohnung wert: Stolz wird auf den zurückliegenden Abschnitt zurückgeblickt und dazu kann „feierlich“ ein besonderer Snack verzehrt werden, der speziell für diesen Moment eingepackt wurde.

 

Kindergerechte Spielarten des Wanderns (GPS-Wandern, interessante Etappenziele)

Manchmal ist es nicht einfach, Wanderrouten zu finden, die allein vom Terrain her bereits ausreichend kindgerechte Abwechslung bieten. Hier helfen kleine „Tricks“, indem beispielsweise bei der Planung auf besondere Etappenziele geachtet wird: Vielleicht findet sich entlang der geplanten Strecke eine Ruine oder ein Vulkankrater, ein Bachlauf oder ein Ausblick auf imposante Felsabbrüche? Selbst auf den ersten Blick unspektakuläre Orte werden dank einer kleinen Geschichte zu einem Abenteuer-Schauplatz: Über die Felsklippen jagten vielleicht die Urmenschen das Wild, die Ruine gehörte eventuell zum römischen Limes und der Vulkankrater stammt von einem Ausbruch, bei dem die Felsen soweit geschleudert wurden, dass sie noch im Umkreis der Stadt YX zu finden sind.

 

Bei einer guten Vorplanung kann etwas über die Orte recherchiert werden, an denen man unterwegs vorbeikommen wird. Denn wer etwas zu erzählen weiß, erweckt die kindliche Phantasie und Neugierde – das beste Gegenmittel gegen aufkommende Langeweile.

Eine andere Möglichkeit ist es, gezielt eine „Schatzsuche“ in die Wanderung einzubauen. Eine moderne – und recht bequeme – Variante davon ist das „Geocaching“: Hierbei versteckt die weltweite Gemeinde der Geocacher an allen möglichen Orten kleine Dosen („Stash“ oder „Cache“ genannt), die neben einem Logbuch zum Eintragen des Fundes meist auch kleinere Gaben enthalten, die getauscht werden dürfen. Die genauen Standorte solcher Schatzverstecke werden in Form von Geo-Koordinaten auf Websites wie www.opencaching.de veröffentlicht. Um auf „Stashsuche“ zu gehen, sucht man sich einfach auf der Website ein Ziel aus, gibt die Koordinaten des jeweiligen Caches in sein GPS-Gerät ein – und folgt dem Pfeil. Am Zielort muss man meist ein wenig suchen, schließlich sind die Dosen unter Moos oder Laub versteckt, oder sie befinden sich auf einem Baum oder in einer Felsspalte. Dieses Suchen vor Ort kann man wunderbar den Kindern überlassen, die meist mit Feuereifer die Spur aufnehmen.

Wer das Geocaching gern für längere Wanderungen nutzen möchte, sollte sich sogenannte „Multicaches“ aussuchen. Hierbei handelt es sich um GPS-Schatzsuchen mit mehreren Stationen, oft kombiniert mit kleinen Rätseln an den Zwischenpunkten. Da ist dann gemeinsames Knobeln angesagt, weshalb Zettel und Stift mitgeführt werden sollten. Multicaches sind oft genau so angelegt, dass man am Ende der Suche in der Nähe des Ausgangspunktes ankommt. Zudem erfährt man durch die Rätsel oder Hinweise an den Zwischenstationen oft gleich auch noch Interessantes über die Umgebung. Praktisch haben bei gut gemachten Multicaches die Cache-Besitzer sowohl Routenplanung als auch Orts-Recherche für eine prima Familienwanderung geliefert. Über die Qualität  eines Geocaches kann man sich am besten über die Kommentare früherer Finder orientieren. Ganz wichtig: Selbst wenn die kleinen Gaben in der gefundenen Dose noch so belanglos sind, Kinder wollen eigentlich immer tauschen. Für diesen Fall muss entsprechende Tauschware (Ü-Eier-Gimmicks, Minispielzeug o. ä.) mitgeführt werden. Mehr Informationen zum Geocaching unter www.Geocaching.de.

 

Hit für Kids: Wasser

 

Wandern mit Kindern

©henryart/fotolia.com

Von nichts in der Natur sind Kinder mehr fasziniert und begeistert als von Wasser. Egal, ob Teich oder Bach, taucht Wasser an der Wanderstrecke auf, ist für Kinder kein Halten mehr. Dann wird am Ufer entlang balanciert, aus den Schuhen gesprungen und durch den Matsch gewatet. Es werden Proben genommen und Tiere entdeckt, Steine und Hölzer zu Staudämmen geschichtet, Bötchen eingesetzt oder Kiesel geflippt.

Wo immer es möglich ist, sollte man versuchen, die Familien-Wanderroute daher an Stationen mit Wasser vorbeizuführen. Die Aussicht darauf, „hinter dem nächsten Hügel“ an einen Bach zu gelangen, macht erfahrungsgemäß auch die müdesten kurzen Beine wieder munter. Und was gibt es nicht alles zu entdecken am und im Wasser: Da flitzen Wasserläufer über den Teich, oder im klaren Bach gucken winzige Beine aus kunstvollen Mini-Köchern, den Behausungen der Köcherfliegenlarven. So groß ist der Spaß am Ufer, dass es oft schwierig ist, die Kinder wieder zum Weitergehen zu motivieren.

 

Bei Müdigkeit: Abkürzung der Route möglich?

Manchmal hilft aber alle Motivation nichts mehr, die Erschöpfung ist zu groß! Für diesen Fall sollte es stets eine „Ausstiegsmöglichkeit“ geben. Kinder verfügen von Natur aus noch nicht über die Ausdauer von Erwachsenen. Und wenn die Kraft alle ist, der Weg aber schlicht und einfach noch gegangen werden muss, weil man sich „mitten im Nirgendwo“ befindet, dann wird die Wanderung zur echten Qual. Solche Erlebnisse haften sich in der Erinnerung fest, weshalb bei den betroffenen Kindern auch später die Lust auf das Wandern schwer wieder zu entfachen sein wird.

Bei der kindgerechten Routenplanung ist es darum ganz wichtig, stets auch alternative Ausstiegsstellen oder Abkürzungsmöglichkeiten vorzusehen.

 

Wanderung mit Übernachtung

Für längere Wanderungen bieten sich durchaus auch Übernachtungen an. Für Kinder besonders abenteuerlich sind hier natürlich Hüttenübernachtungen, weil dies viel „uriger“ ist als im normalen Gasthof. Wer Hüttenübernachtungen plant, sollte allerdings vorher genauere Erkundungen zur gewünschten Hütte einholen. Denn nicht alle Hütten sind auch wirklich für Kinder geeignet.

Welche besonderen Anforderungen an kindgerechte Hütten gestellt werden, formuliert der Deutsche Alpenverein in seiner kostenlos erhältlichen Broschüre „Mit Kindern auf Hütten“. (Ratgeber Familienhütten des Deutschen Alpenvereins: www.alpenverein.de/bergsport/familie/huettefamilienfreundlich-familienhuetten-kinderhuetten_aid_10484.html)

Wandern mit Kindern

©Andrey Kiselev/fotolia.com

 

Zusammengefasst sind folgende Kriterien wichtig:

  •      Es herrscht eine familienfreundliche Einstellung, Kinder sind wirklich willkommen.
  •      Die Ausstattung ist kindgerecht, es gibt z.B. Kinderbetten/Hochstuhl und auch Spielmöglichkeiten.
  •      Das Umfeld der Hütte ist geeignet für Kinder, es bietet „abenteuerliche“ Spielmöglichkeiten, aber keine Gefährdung.
  •      Der Zustieg ist altersgemäß.

Der Alpenverein gliedert die Kindereignung seiner Hütten darüber hinaus in in drei Altersstufen gegliedert, und zwar ab Baby-, ab Kindergarten- und ab Schulkindalter und bietet zudem kindgerechte Touren und Erlebnisprogramme an.

 

Folgend noch weitere Informationen zu Ihrer nächsten Familienwanderung:

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