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Pilgern auf Jakobswegen in der Schweiz

Jakobswege in der Schweiz

Unsere Pilgerwanderungen auf Jakobswegen in der Schweiz

Das Pilgern auf dem Jakobsweg erfreut sich in der Schweiz, die ohnehin als absolutes Wanderparadies in alpiner Kulisse gilt, großer Beliebtheit. Menschen, die sich auf der Sinnsuche befinden, ihren Glauben vertiefen möchten oder einfach nur auf verschlungenen Pfaden wandern möchten, kommen auf den Jakobswegen in der Schweiz gleichermaßen auf ihre Kosten und profitieren auch in der malerischen Eidgenossenschaft von dem weit verzweigten Netz an Jakobswegen, die sich durch ganz Europa schlängeln. Das Ziel eines jeden Jakobsweges ist das Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela im spanischen Galicien. So weisen auch die Jakobswege in der Schweiz den Weg zur imposanten Kathedrale von Santiago de Compostela. Eine Pilgerreise bis nach Spanien ist allerdings kein Muss, schließlich erweisen sich die Jakobswege in der Schweiz als reizvolle Routen durch wunderschöne Landschaften, die um ihrer selbst willen sehenswert sind und einmalige Erlebnisse bereithalten.  

 Pilgern auf der Via Jacobi

Wenn es um die Jakobswege in der Schweiz geht, darf die Via Jacobi auf keinen Fall unerwähnt bleiben, schließlich handelt es sich dabei gewissermaßen um den Inbegriff des Jakobsweges in der Schweiz. Sie fügt sich nahtlos in das europäische Netz der Jakobswege ein und verbindet den Bodensee mit Genf. Beeindruckende Kirchen, altehrwürdige Klöster und beschauliche Kapellen säumen den Weg und laden immer wieder zu besinnlichen Momenten in unterschiedlichsten Gotteshäusern ein. All diejenigen, die ihren Frieden eher in der freien Natur finden und sich so der göttlichen Schöpfung nahe fühlen, bekommen im Rahmen der insgesamt mehr als 440 Kilometer langen Wegstrecke hinreichend Gelegenheit dazu. Natur, Kultur und Glaube gehen auf der Via Jacobi eine beeindruckende Symbiose ein. Beim Wandern auf der Via Jacobi profitieren Fußgänger von der landschaftlichen und kulturellen Vielfalt, die sich Wanderern auf unterschiedlichste Art und Weise erschließt. 

In insgesamt 19 Etappen geht es auf der Via Jacobi von Rorschach bis nach Genf. So beginnt die Wanderung in Rorschach am Bodensee, wo ein Besuch im Museum im Kornhaus am Rorschacher Hafen fast schon ein Muss ist. Hier kann man die Geschichte der Region nachvollziehen und sich auf die bevorstehende Wanderreise auf dem Jakobsweg einstimmen. Die landschaftliche Vielfalt zwischen Bodensee und Alpen ist stets ein wahrer Genuss für alle Sinne und wird durch sehenswerte Wegpunkte wie dem Kloster Einsiedeln mit der Schwarzen Madonna, der Stadtkirche Thun, der Kathedrale Sankt Nikolaus in Fribourg und dem malerischen Genfersee perfekt ergänzt.

Unsere Pilgerwanderungen auf der Via Jacobi

Pilgern auf dem Schwabenweg

Unter den Jakobswegen der Schweiz findet sich unter anderem auch der Schwabenweg, dessen Name historisch gewachsen ist. Einst machten sich vor allem Schwaben entlang dieser Route auf den Weg, um von Konstanz aus auf Pilgerreise zu gehen. Das Ziel der Pilgernden war dabei nicht zwingend das Grab des Apostels Jakobus im fernen Spanien, sondern deutlich häufiger das nähergelegene Einsiedeln. Daran hat sich seit dem Mittelalter nichts geändert, wobei eine Wanderung auf dem Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela in Spanien über den Schweizer Schwabenweg durchaus möglich ist. Mit dem Schwabenweg dürften Wanderfreunde jedoch bestens bedient sein, denn man muss nicht in die Ferne schweifen, um Außergewöhnliches zu erleben. Der Schwabenweg ist dafür ein ausgezeichnetes Beispiel und zurecht einer der beliebtesten Jakobswege in der Schweiz.

Der Schwabenweg nimmt seinen Anfang in Konstanz, wo das Konstanzer Münster für die richtige Einstimmung sorgt. Der am Portal befindliche Wegweiser informiert darüber, dass bis nach Santiago de Compostela 2.340 Kilometer zurückzulegen sind. Der klassische Schwabenweg nimmt sich jedoch nur ein kleines Teilstück des Jakobsweges vor und geleitet die Wanderer bis nach Einsiedeln. Hier kann man auf den Spuren des Abtes Gero von Einsiedeln wandeln und das altehrwürdige Kloster besichtigen. Zuvor hat der Schwabenweg aber auch einiges zu bieten. Das Hörnli mit seinen Höhen, der Zürichsee und das Pfäffikon sorgen dafür, dass der Schwabenweg nicht nur als Jakobsweg, sondern auch als exzellente Wanderroute gelten kann. Ein Wanderurlaub auf dem Schwabenweg verspricht somit besinnliches Wandervergnügen mit Gleichgesinnten. 

Pilgern auf dem  Jakobsweg Graubünden

20 Etappen und 259 Kilometer bilden die wichtigsten Eckdaten des Jakobsweges Graubünden, dem eine solch nüchterne Betrachtung jedoch in keiner Weise gerecht wird. Wer sich der Herausforderung stellt, dieser Route zu folgen, muss sich auf Einiges gefasst machen, denn hier sind vier anspruchsvolle Pässe zu meistern, die sich gemeinsam als Passland präsentieren. Dabei handelt es sich um den  Costainer-, Scaletta-, Strela- und Chrüzlipass. Liebliche Täler und imposante Höhen fügen sich zu einem wahren Eldorado für ambitionierte Wanderer zusammen, so dass es längst nicht nur um das religiöse Erlebnis des Jakobspilgerns gehen dürfte.

Neben landschaftlichen Höhepunkten, die sich dem Pilger beim Wandern auf dem Jakobsweg Graubünden erschließen, sind auch die urigen Bündner-Dörfer absolut erwähnenswert und tragen zum unverwechselbaren Charme dieser Route bei. Ein gutes Beispiel dafür ist unter anderem das Dörfchen Guarda in der Gemeinde Scuol. Spektakuläre Ausblicke, kleine Höfe und traditionelles Kunsthandwerk sind hier ebenso zu finden wie absolute Gastfreundschaft. In Guarda kann man einkehren, ausruhen und genießen. Zwischen Müstair und Muster finden Naturliebhaber und Pilgerreisende so mit dem Jakobsweg Graubünden ein perfektes Terrain vor.

Pilgern auf dem  Luzerner Jakobsweg

Der Luzerner Jakobsweg ist auch einfach als Luzerner Weg bekannt und gliedert sich in sechs Etappen, die Luzern mit Schwarzenburg verbinden. Die mehr als 130 Kilometer lange Route erweist sich immer wieder als lohnendes Terrain für all diejenigen, die einen abwechslungsreichen Wanderurlaub in der Schweiz planen und zugleich offen für spirituelle Erlebnisse sind. Ausgangspunkt und Namensgeber dieses Jakobsweges ist die Stadt Luzern, die zugleich als kulturelles Zentrum der Zentralschweiz gilt. Hier gibt es daher einiges zu entdecken, wie zum Beispiel die Kapellbrücke mit Wasserturm, das Löwendenkmal, die Museggmauer und das Kloster St. Anna auf dem Gerlisberg.

Nach einer mehr oder weniger umfangreichen Sightseeing-Tour durch Luzern ist es dann an der Zeit, dem Jakobsweg zu folgen. Der Luzerner Jakobsweg führt zunächst nach Werthenstein und passiert unter anderem die Ränggloch-Schlucht, die barocke St. Jost-Kapelle und das Kloster „Unsrer lieben Frau“. Im weiteren Verlauf des Luzerner Jakobsweges sind auch Willisau, Huttwil, Burgdorf und Bern (Gümlingen) wichtige Etappenziele. Die finale Etappe endet dann in Rüeggisberg bei Schwarzenburg. Beim Wandern auf dem Luzerner Jakobsweg können sich Wanderer an den Pilgerwegzeichen orientieren, Steinritualen begegnen oder auch an Pilgerstationen Halt machen.

Pilgern auf dem Appenzellerweg

Der Appenzellerweg gilt nicht nur als lohnender Jakobsweg in der Schweiz, sondern präsentiert sich zugleich als sehenswerter Kulturweg. Unabhängig davon, ob man religiös oder spirituell motiviert ist oder einfach nur nach einer spannenden Route zum Wandern in der Schweiz sucht, ist der Appenzellerweg eine klare Empfehlung. Dass das Pilgern hier besonders gut gelingt, wird aber schon anhand dessen deutlich, dass der Wallfahrtsort Rankweil in Vorarlberg als Ausgangspunkt des Weges dient. Von dort aus gelangt man auf alten Pilgerwegen bis nach St.Peterzell. Die Ortschaft ist als Toggenburger Klosterdorf bekannt und dementsprechend eine lohnende Destination für Menschen, die wieder zu sich und ihrem Glauben finden möchten. Aber auch diejenigen, die einfach nur Abstand vom stressigen Alltag gewinnen möchten, finden entlang des Appenzellerweges das, was sie suchen.

Mit rund 50 Kilometern und drei Etappen präsentiert sich der grenzüberschreitende Appenzellerweg als überschaubarer Jakobsweg in der Schweiz. Wer keine allzu lange Tour unternehmen und erst recht nicht bis nach Santiago de Compostela in Spanien pilgern möchte, kann getrost dem Appenzellerweg folgen und die lieblichen Landschaften des Appenzellerlandes zu Fuß durchqueren. Kleine Kapellen und gemütliche Wirtshäuser laden zudem immer wieder zu der einen oder anderen Rast ein.

Fazit:

Wenn es um das Wandern auf dem Jakobsweg geht, ist der Norden Spaniens mit dem Camino Frances längst nicht die einzige Option, die sich Interessierten bietet. Dies zeigen unter anderem die Jakobswege in der Schweiz, die einerseits zum Netz der europäischen Jakobswege gehören, andererseits aber auch eigenständige Routen darstellen, die keine Wünsche offenlassen. Romantische Täler, imposante Berge, anspruchsvolle Pässe, urige Dörfer, freundliche Gastgeber und kleine Kapellen und Klöster machen den Charme der Jakobswege in der Schweiz aus.

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